Adi Hütter weiß um die aktuellen Probleme, zeigt Lösungen auf, rechnet sich Chancen auf Schalke aus und hegt Hoffnung bei Bas Dost.

Cheftrainer Adi Hütter möchte es mit Blick auf drei ausstehende Spiele bis zur Winterpause bei kleineren Anpassungen belassen.
Cheftrainer Adi Hütter möchte es mit Blick auf drei ausstehende Spiele bis zur Winterpause bei kleineren Anpassungen belassen.

Adi Hütter über…

…die Kehrtwende bei Bas Dost: Nach genaueren Untersuchungen hat sich ein Nerv in der Leistengegend als Schmerzursache herausgestellt. Bas wurde entsprechend behandelt und ist momentan absolut schmerzfrei, was schon lange nicht mehr der Fall war. Trotzdem werden wir nicht zu übereuphorisch. Er war mit Freude und Spaß wieder auf dem Trainingsplatz, das war wichtig.

…aktuelle Problemzonen: Wir arbeiten nach vorne nicht gut und offenbaren im Defensivverhalten zu große Abstände, sowohl in der Tiefe, als auch in der Breite. Dadurch muss das Mittelfeld unglaublich viel laufen. Es geht nicht, dass drei, vier Spieler einfach vorne stehenbleiben. Gegen Guimaraes müssen wir bei unseren Angriffen besser zusammenspielen, der letzte Pass hat gefehlt. Natürlich haben wir auch unglückliche Gegentore kassiert. Insgesamt waren wir aber zu wenig aggressiv, in dieser Hinsicht sind wir einer Meinung. Wir müssen zu den Grundtugenden und taktischer Disziplin zurückfinden.

…den Umgang mit der Ergebniskrise: Wir haben Klartext gesprochen, das ist immer wichtig. Trotz allem ziehen wir das Positive aus der Situation: Wir wollten im neuen Jahr in allen drei Wettbewerben dabei sein, das ist uns gelungen. Die Art und Weise interessiert in ein paar Tagen keinen mehr. Natürlich mache ich mir auch Gedanken über taktische Anpassungen. Eine kurzfristige Systemänderung sehe ich angesichts drei Spielen in einer Woche aber nicht als richtigen Ansatz. Ich werde weiter auf diese Grundordnung vertrauen.

…das intensive Spieljahr: Ich suche nicht gerne nach Ausreden. Trotzdem ist es nicht von der Hand zu weisen, dass wir seit Sommer 2018 80 Spiele absolviert haben, so viele wie keine andere Bundesligamannschaft. Das ist möglicherweise ein Faktor. Deswegen dürfen wir aber nicht darüber hinwegsehen, dass ein bisschen der Wurm drin ist, solche Phasen hat jeder mal. Wir bleiben weiter optimistisch, verfolgen die guten Ansätze weiter und arbeiten an unseren Defiziten. Schlussendlich freue ich mich, am Montag die Auslosung verfolgen zu dürfen. Ich bin sicher, der eine oder andere Verein würde gerne mit uns tauschen.

…den FC Schalke 04: Schalke spielt eine bessere Runde als vergangenes Jahr. Sie verfolgen unter David Wagner einen anderen Stil, sind viel unterwegs, sprinten viel und verteidigen gut nach vorne. Dazu haben sie das notwendige Glück beziehungsweise erzielen in den Schlussminuten wichtige Tore. Wir müssen kompakt auftreten, aber gleichzeitig versuchen, nach vorne zu spielen. Auch wenn wir diesmal Außenseiter sein mögen, können wir als solcher ein gutes Spiel abliefern und punkten.

…Selbstvertrauen: Mit Selbstvertrauen fallen viele Dinge leichter, geschehen intuitiver. Wenn man anfängt nachzudenken, ist sind manche Situationen meist schon vorbei. Das ist manchmal für Außenstehende, die nie Profifußballer waren, schwer nachvollziehbar. Wir arbeiten darauf hin, dass es Klick macht und wir das Momentum wieder auf unsere Seite ziehen.


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