Die Commerzbank-Arena könnte bald Platz für 61.000 Zuschauer bieten. Die Eintracht Frankfurt Fußball AG unterstützt einen „sozialverträglichen Ausbau“, wie Vorstand Axel Hellmann betont.

Stehtribüne
So könnte es bald aussehen. Das Foto wurde beim letzten Ligaspiel gegen Leipzig aufgenommen und durch das Architekturbüro GMP mit einer Animation der Verlängerung des Oberrangs versehen.

Aktuell finden in der Commerzbank-Arena bei Bundesliga-Spielen 51.500 Zuschauer Platz, darunter sind 7000 Stehplätze im heimischen Bereich. Nach dem Umbau könnte die Kapazität auf 61.000 Zuschauer erhöht werden, mit rund 20.000 Stehplätzen für die Eintracht-Anhänger.  Bei internationalen Spielen würde Platz für 53.800 Sitzplätze entstehen, 5300 mehr als bisher. Damit würde man die 50.000er-Marke knacken, die zur Ausrichtung eines internationalen Endspiels berechtigt. Eintracht Frankfurt und die Stadt haben am Dienstag diese Überlegungen vorgestellt, sie beruhen auf einer Machbarkeitsstudie. Für die zusätzlichen Stehplätze fällt in der Nord-West-Kurve der obere Logen-Ring weg, zudem werden aus den Sitzplätzen im Oberrang Stehplätze.

Der deutliche Ausbau des Stehplatzbereichs wird angestrebt, um „Fußball für alle“ anzubieten - so formuliert es Oberbürgermeister Peter Feldmann. Axel Hellmann meinte, dass breite Einigkeit über einen Ausbau von Stehplätzen herrsche. Man wolle jungen Fans mit geringem Einkommen ermöglichen, ein Fußballspiel von Eintracht Frankfurt zu besuchen. Konsens herrscht auch darüber, dass man sich für Frankfurt als möglichen Austragungsort von EM-Spielen im Jahr 2024 stark machen möchte.

Im Verlaufe des Sommers sollen weitere Gespräche geführt werden, um die Umbaupläne zu konkretisieren und ein „geschlossenes Konzept“ (Hellmann) zu erstellen.

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