In einem Live-Video auf Instagram mit EintrachtTV hat Kevin Trapp über seinen aktuellen Tagesablauf, verschiedene Challenges und den vermehrten Kontakt zu den Teamkollegen gesprochen.

Kevin Trapp
Jubelchallenge angenommen: Kevin Trapp ist mit diesem emotionalen Jubel nach dem Heimsieg gegen Strasbourg ins Rennen gegangen.

Kevin, wie ist momentan die Lage bei dir?
Es ist natürlich eine ungewohnte Situation, jeden Tag zuhause zu sein. Aber mir geht es gut und ich kann mich nicht beschweren.

Auf Instagram haben wir gerade die Jubel-Challenge gestartet. Was war dein Lieblingsjubel?
Ich habe selbstverständlich schon teilgenommen und meinen Lieblingsjubel gepostet. Ich habe den Jubel Heimspiel gegen Straßbourg gewählt, als ich auf der Bande stand. Das war ein Jubel, der so eigentlich noch nie vorkam. Im Rückspiel der Playoffs zur Europa League ging es für uns um viel. Wir hatten das klare Ziel, wieder international zu spielen. Dass wir dann so eine Leistung gebracht und das Ziel erreicht haben, war natürlich sehr emotional für jeden von uns. In dem Moment ist eine große Last abgefallen und deshalb wird das vermutlich auch mein Lieblingsjubel bleiben.

„Man muss kreativ sein“

Wie sehr vermisst du es aktuell, auf dem Platz zu stehen?
So langsam geht bei mir das Kribbeln wieder los. Ich habe meine Handschuhe zuhause und jeder weiß, dass ich in der Hinsicht besonders bin. Ab und zu packe ich sie aus, ziehe sie an und nehme einen Ball in die Hand. Einfach, um wieder das Gefühl zu bekommen (lacht). Die Situation ist für niemanden einfach, aber momentan ist Fußball einfach zweitrangig. Es geht um die Gesundheit der Menschen und das ist jetzt einfach das Wichtigste. Ich hoffe, dass sich die Geschichte so schnell wie möglich erledigt und wir alle wieder in unser geregeltes Leben finden. Dann können wir auch wieder die schönste Nebensache der Welt ausführen.

Wie sieht dein Tagesablauf in der häuslichen Quarantäne aus?
Es ist eine Aufgabe, sich den Tagesablauf selbst zu gestalten. Normalerweise bekommt man als Fußballer den Tag mehr oder weniger vorgeschrieben, jetzt muss ich mich selbst organisieren. Ich versuche, mir den Tag einzuteilen und auch das Training zu splitten: Morgens sitze ich auf dem Fahrrad und mache das vorgeschriebene Programm, nachmittags widme ich mich dem Krafttraining. Außerdem versuche ich die Zeit zu nutzen, um ein Instrument zu lernen. Ich habe ein kleines Piano und bin dabei, mir selbst beizubringen, darauf zu spielen. Ich habe auch schon mit Freddi (Anm. der Red.: Frederik Rönnow) gesprochen, aber das war noch vor meiner Verletzung. Er ist auch kein Beethoven, aber er bekommt es hin (lacht).

Hast du Fitness- oder Ernährungstipps für das Homeoffice?
Das Problem liegt darin, dass man oft aus Langeweile isst. Aber ich kann mich nicht auf die faule Haut legen, denn ich muss fit bleiben. Es ist eine Ausnahmesituation und ich versuche einfach, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Ich kann zuhause einiges machen. Wir haben vom Verein ein paar Geräte bekommen, mit denen wir trainieren können. Man muss kreativ werden. Aber ich denke, zuhause hat man genug Möglichkeiten. Man muss trotz der vielen Zeit diszipliniert sein und bisher bekomme ich das gut hin.

„Haben jetzt noch mehr Kontakt“

Du bist großer Kaffee-Liebhaber und hast eine Challenge ins Leben gerufen. Wie lautet dein Zwischenfazit?
Marc André ter Stegen hat vor ein paar Tagen ein Video gepostet. Er hat das schon sehr professionell gemacht. Ich kenne einige Spieler, die auch gerne Kaffee trinken und teilweise an Barrista-Kursen teilgenommen haben. In der freien Zeit wird man einfach kreativ und sieht Videos auf Instagram, deshalb startet man dann auch mal eine Challenge. Es war eine coole Sache und ich habe mich gefreut, dass so viele mitgemacht haben. Ich habe mir selbst auch Tutorials angeschaut und übe regelmäßig (lacht).

Wie sehr vermisst du deine Teamkollegen?
Natürlich fehlt mir die Mannschaft. Normalerweise ist man jeden Tag mit 25 Leuten in der Kabine und unterwegs. Jetzt ist man zuhause mehr oder weniger auf sich allein gestellt, aber wir sind alle in Kontakt. Ich habe das Gefühl, dass wir momentan noch mehr miteinander reden, weil man einfach merkt, wie sehr man die anderen vermisst. Wir haben eine tolle Mannschaft und tauschen uns täglich aus.

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