Adi Hütter spricht nach der Länderspielpause über Personalien, Systeme, den nächsten Gegner und schwierige Entscheidungen.

Cheftrainer Adi Hütter erwartet in Augsburg einen heißen Tanz.
Cheftrainer Adi Hütter erwartet in Augsburg einen heißen Tanz.

Adi Hütter über…

…die Personalsituation: Martin Hinteregger hat mit der Wade Probleme gehabt und ist nach dem gestrigen Training für das Wochenende ein Thema. Jonny de Guzman ist noch angeschlagen und kein Thema. Auch Mijat Gacinovic wird ausfallen. Er hat seit längerer Zeit Adduktorenprobleme und schon vor Strasbourg einen neuen Anlauf unternommen. Beim Nationalteam hat er signalisiert, er könne wieder spielen. Wir müssen darauf Rücksicht nehmen und werden ihn für eine Woche rausnehmen, weil es unangenehm ist, mit Schmerzen zu spielen und zu trainieren. Ansonsten sind wir komplett.

…die neue Auswahl im Angriff: Wir haben vier Stürmer zu Verfügung. Ob wir mit zwei oder drei beginnen werden, werden wir sehen. Bas Dost ist natürlich ein Thema von Anfang an. Wir haben durch Daichi Kamada eine Position geschaffen, die es bei uns in dieser Form zuvor nicht gegeben hat. Er kann hinter den Spitzen spielen und torgefährlich sein, auch wenn er vor dem Tor noch etwas unglücklich agiert. Aber er besitzt die Qualität, den letzten Pass zu spielen, ist laufstark und kann in die Tiefe gehen. Auch Mijat kann diese Wege machen. Wir wollen variabel und unausrechenbar bleiben.

…den FC Augsburg: Ich nehme den FC Augsburg als sehr beliebten Verein wahr, der jedes Jahr eine schlagkräftige Mannschaft zusammenstellt und in die Bundesliga gehört. Auf der einen Seite besitzen die Spieler Qualität, auf der anderen Seite sind sie schwer zu bespielen.

…die Ausgangssituation: Wir hatten mit zwei Siegen den besseren Start, aber der FCA ist gerade zuhause ein unangenehmer Gegner. Ich erwarte ein kampfbetontes Spiel zweier Teams, die nach vorne spielen möchten. Wir wollen unseren Start bestätigen und freuen uns auf die Aufgabe. Dass es nicht einfach wird, haben wir im Rückspiel der vorigen Saison gesehen. Wir benötigen ein gutes Auswärtsspiel. Wenn wir wie in Leipzig auftreten, können wir punkten.

…die Kadergestaltung: Wir haben im Sommer versucht, dort den Hebel anzusetzen, wo wir uns verbessern könnten. Diese Notwendigkeit habe ich im Mittelfeld gesehen. Die Abgänge im Angriff konnten wir mit anderen Spielern kompensieren. Auch auf den Außenpositionen haben wir reagiert. Mit Timmy Chandler kam ein langzeitverletzter Spieler zurück, Erik Durm ist ebenfalls auf beiden Seiten einsetzbar. Insgesamt haben wir uns in der Breite verstärkt.

…das Aufgebot in der UEFA Europa League: Es ist für uns alle nicht einfach, den Kader zu benennen. Des einen Freud ist des anderen Leid. Es hätte auch andere Spieler als beispielsweise Lucas Torró treffen können. Am Ende geht es auch immer um Positionen. Lasse ich einen jungen Spieler wie Dejan Joveljic draußen und es verletzt sich ein Stürmer, habe ich plötzlich nur noch zwei. Das habe ich Lucas erklärt, aber auch Jonny. Diese Härtefälle gibt es immer. Am Ende trage ich dafür die Verantwortung.


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