Vor dem Spiel gegen seinen Ex-Klub FC Augsburg verrät Dominik Kohr, welches Rezept gegen die kampfbetonten Fuggerstädter wirksam sein könnte.

Dominik, jetzt war ja erst einmal Länderspielpause, Zeit zum Durchatmen. Wie hast du die Zeit genutzt?
Der Trainer hat uns ein paar Tage frei gegeben, ich war mit meiner Frau auf Mallorca. Ich habe es sehr genossen, ein paar Sonnenstrahlen abzubekommen. Das war auch ganz gut, um den Kopf ein wenig freizubekommen, um frisch in die Aufgaben der nächsten Wochen reinzugehen.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag, am Samstag wartet erst einmal Augsburg, ein Ex-Klub von dir. Es ist immer etwas Besonderes, wenn man zum ehemaligen Verein fährt…
Ja, ich verbinde mit Augsburg positive Erinnerungen. Ich freue mich sehr auf die Partie und auch darauf, die Leute wiederzusehen. Aber in den 90 Minuten gibt es dann keine Freunde, die drei Punkte möchten wir auf jeden Fall wieder mit nach Frankfurt nehmen. Wir wollen weiter oben dran bleiben und nach vier Spieltagen mit neun Punkten auf dem Konto dastehen.

Viele Spieler empfinden es als ziemlich unangenehme Aufgabe, gegen Augsburg zu spielen. Warum ist das so? Als ehemaliger Spieler wirst du das Rezept wohl kennen…
Ja, ich glaube, das kann man schon ein bisschen auch mit Eintracht Frankfurt vergleichen. Sie gehen mit großer Leidenschaft in die Begegnung und wissen, dass sie vielleicht nicht über ihre fußballerische Qualität, sondern eher über den Kampf ins Spiel finden. So wollen sie versuchen, es jedem Gegner schwer zu machen. Das Gleiche versuchen wir auch jedes Spiel. Aber wir wissen, dass wir durchaus darüber hinaus die fußballerische Qualität mitbringen. Das sieht man aktuell auch an unserem guten Saisonstart.

Stichwort fußballerische Qualität: Im Sturmzentrum sind Neue dazugekommen, außerdem ist Djibril Sow wieder zurück. Merkt man, dass der Kader sich jetzt so langsam festigt und es vorwärts geht?
Ja, man merkt, dass sich die neuen Stürmer gut integrieren. Bas Dost hat direkt im ersten Heimspiel zugeschlagen und das Ding eingenickt. Man spürt auf jeden Fall die Qualität, die die neuen Spieler mitbringen. Das zeigen sie im Training, was den Konkurrenzkampf natürlich auch befeuert. Dieser breite Kader ist auch wichtig, da wir in den Englischen Wochen jeden Spieler brauchen. Wir freuen uns, dass wir eine solche Qualität in der Mannschaft haben.

Augsburg hat erst einen Punkt geholt. Konntest du über deine alten Kollegen ein bisschen was in Erfahrung bringen, woran das liegen könnte? Worauf müsst ihr aufpassen?
Wir dürfen Augsburg trotzdem nicht unterschätzen. Ich weiß, dass es im Verein auch in solchen Situationen ruhig bleibt und alle nach vorne schauen. Sie sind sicherlich motiviert, gegen uns ein Erfolgserlebnis einzufahren. Das wollen wir selbstverständlich verhindern, am besten wäre direkt ein frühes Tor. Wir müssen ihnen unser Spiel aufdrücken, damit sie gar nicht erst zu ihrem Spiel kommen.


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