Rund 1.200 Gäste feierten am Freitagabend am Berliner Westhafen in der Frankfurter Botschaft die Rückkehr. Die Stimmung war prima, die Hoffnungen auf den "Pott" ist groß. Hier einige Stimmen zum Finale.

Dragoslav Stepanovic (ehemaliger Eintracht-Trainer): "Ich erwarte einen Sieg, denn bei den Bayern ist die Luft raus. Nix ist es mit dem Triple, es wird diesmal nur ein Titel. Und ich gönne Niko Kovac den Pokal, denn er hat hier hervorragende Arbeit geleistet."

Bernd Reisig (Medien-Manager): "Wir hauen die Bayern weg! Die werden bitter enttäuscht nach München zurückfliegen. Die Eintracht ist einfach dran und ich glaube an Gerechtigkeit im Leben."

Rolf Heller (ehemaliger Eintracht-Präsident): "Ich glaube an einen Außenseiter-Sieg, denn die Eintracht war für die Bayern immer ein unangenehmer Gegner."

Wilhelm Bender (ehemaliger Aufsichtsrats-Vorsitzender): "Ich hoffe, dass der dritte Versuch in diesem Jahrtausend gelingt. Die Bayern werden offensiv spielen, wir werden einen Konter zum 1:0 nutzen. Und dann wird man nicht nur vom Wunder vom Main, sondern auch vom Wunder von Berlin sprechen."

Markus Frank (Sportdezernent der Stadt Frankfurt): "Wir sind hier, um den Pokal zu holen. Das wäre dann das dritte Wunder nach den Klassenerhalt 1999 und dem Aufstieg 2003. Damit diese Mannschaft wie Grabi, Holz und Charly zu Legenden wird. Ich freue mich schon riesig auf den Empfang am Römerberg."

Petra Roth (Ex-Oberbürgermeisterin von Frankfurt): "Klar, auf den ersten Blick ist ein Eintracht-Sieg über die Bayern etwa so, wie wenn Offenbach Frankfurt eingemeinden würde. Der Kleine schluckt den Großen. Aber gerade im Fußball ist Vieles möglich. Und deshalb glaube ich an einen 2:1-Sieg. Oder ein 3:2. Ob Alex Meier spielen soll, das muss der Trainer entscheiden. Da halte ich mich raus."

Karl-Heinz Feldkamp (Trainer beim letzten Pokalsieg 1988): "1985 hat niemand an Uerdingen geglaubt. Und dann haben wir das Finale 2:1 gegen die Bayern gewonnen. [Anm. d. Red.: mit Feldkamp als Trainer]. Wichtig ist, dass die Eintracht keine Fehler macht. Und dann glaube ich, dass Niko Kovac bei seinem ersten Bayern-Training von den 200 Kiebitzen ausgepfiffen wird, weil er mit der Eintracht den Pokal geholt hat."

Michael Görner (Präsident FSV Frankfurt): "Die Eintracht hat in dieser Saison schon für viele Überraschungen gesorgt. Warum nicht auch jetzt? Ihre Chance in Prozenten auszudrücken, ist natürlich schwierig. Aber jeder Spieler weiß: Ganz Frankfurt drückt die Daumen."

Uwe Bein (Weltmeister und ehemaliger Eintracht-Profi): "Die Sache ist nicht aussichtslos. Klar, das ist eine übliche Floskel. Aber die Jungs wissen, dass sie etwas Einmaliges schaffen können."

Herbert Becker (ehemaliger Aufsichtsrat-Vorsitzender): "Wir gewinnen 1:0. Wenn Manuel Neuer spielen sollte, dann sogar 2:0. Schon 2006 waren wir ganz knapp an den Bayern dran. Diesmal packen wir es."

Heribert Bruchhagen (langjähriger Eintracht-Chef): "Ich erwarte einen Bayern-Sieg und erhoffe mir das Gegenteil. Und ich muss feststellen, dass die Erfolge der Eintracht nicht richtig gewürdigt werden. Platz acht in der Bundesliga, zum zweiten Mal hintereinander im Pokalfinale - da verstehe ich die kritischen Untertöne nicht, die ich hier mitbekomme. In der Bundesliga zählt eben die Tabelle nach dem 34. und nicht nach dem 26. Spieltag."

Peter Fischer (Präsident Eintracht Frankfurt): "Nach 19 Jahren bei der Eintracht erhoffe ich mir keine Gedenkmedaille, sondern den Pott. Keiner gibt uns eine Chance. Die Buchmacher nicht, die Bundesliga-Trainer nicht, die Medien nicht. Wenn das bei den Spielern kein Adrenalin freisetzt!"

Bernd Hölzenbein (Weltmeister und Ehrenspielführer): "Alles ist möglich, eine hohe Niederlage, aber auch ein Sieg. Im Fußball gibt es immer wieder Wunder. Und wenn wir Glück haben, vielleicht auch bei einer strittigen Entscheidung, ist ein Sieg drin."

Wolfgang Kraus (spielte für beide Vereine): "Die Voraussetzungen für die Eintracht sind nicht schlecht. Die Bundesliga ist nie ein Maßstab für den Pokal. Und bei den Bayern ist etwas die Luft raus. Ob sie nun den Pokal zum gefühlten 28. Mal gewinnen oder nicht, das interessiert in München nicht wirklich. In Frankfurt würde aber die ganze Stadt vibrieren."

Fredi Bobic (Sportvorstand Eintracht): "Die Stimmung hier in Berlin ist gut, auch bei der Mannschaft. Die Anspannung steigt und dann müssen wir eben sehen, was am Ende dabei heraus kommt. Das ist halt in jedem Spiel so."

Jürgen Grabowski (Weltmeister und Ehrenspielführer): "Klar, die Bayern sind der Favorit. Aber in nur einem Spiel kann immer alles passieren. Mit einer guten Leistung und auch dem notwendigen Spielglück können wir den Pokal nach Frankfurt holen."

Fanfest am Breitscheidplatz

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