Heute kommen zwei Ex-Spieler zu Wort, die in den beiden Partien 2014 gegen den FC Porto am Ball waren und selbst noch aktiv sind: Johannes Flum und Stefan Aigner.

Johannes Flum über…

…seine größten Europapokalspiele: Ich habe nur für die Eintracht international gespielt, zehnmal in dieser unglaublichen Saison 2013/14. Der ganze Weg bis ins Sechzehntelfinale ist mir noch vor Augen, aber die Spiele gegen Porto waren schon die Highlights in meiner ganzen Karriere. Porto war ja damals der ganz große Favorit, wir die krassen Außenseiter. Aber fast hatten wir sie niedergerungen, wir waren soooo nah dran. Das Ausscheiden war richtig ärgerlich. Wir hatten im Hinspiel nach 0:2 ein 2:2 erreicht. Ich weiß noch, wie Carlos Zambrano von unseren Fans in Porto gefeiert wurde nach dem Hinspiel, in dem wir ein 0:2 noch ausgeglichen hatten. Beim Rückspiel höre ich noch, wie das Stadion gebrodelt hat. Das war genauso wie aktuell in dieser Saison. Bei jedem Angriff der Portugiesen haben die Fans gezittert, bei jedem Ballgewinn gejubelt. Und dann ist es doch passiert, der 3:3-Ausgleich. Sehr ärgerlich.

…das Heimspiel gegen SL Benfica: Die Eintracht kann das schaffen. Ich habe die vergangenen Spiele gegen Donetsk und Inter gesehen, das war unglaublich. Die Stimmung wird im Rückspiel wieder fantastisch sein. Die Zuschauer werden die Mannschaft nach vorne peitschen. Ich werde in Hamburg vorm Fernseher sitzen und die Daumen drücken, versprochen.

…die aktuelle Mannschaft: Ich kenne noch ein paar Jungs. Mit Trapper, mit Marco Russ und Seppl Rode habe ich zusammengespielt. Auch Ante Rebic habe ich noch im Training kennengelernt. Ein unglaublich kraftvoller Spieler. Am Fernsehschirm sieht es so aus, dass sie auch einen super Trainer haben. Alles läuft harmonisch, die Eintracht macht wirklich Spaß.

Stefan Aigner über…

…sein größtes Europacupspiel: Das war sicher das Heimspiel gegen Porto, auch wenn wir am Ende mit 3:3 sehr, sehr unglücklich ausgeschieden sind. Dieses Rückspiel nach dem 2:2 war etwas Besonderes. Ich habe ein Tor geschossen, das werde ich nie vergessen. Wir haben insgesamt richtig gut gespielt. Und wir hatten damals auch eine gute Mannschaft. Die Euphorie bei den Zuschauern war groß, sicher so ähnlich wie jetzt auch. 

…das Heimspiel gegen SL Benfica: Die sind aktuell sicher vergleichbar mit Porto damals. Nur die Eintracht ist diesmal besser als wir damals. Wir waren krasser Außenseiter, das ist jetzt anders. Das haben sich die Jungs in dieser Saison mit großartigen Leistungen verdient. Die Eintracht hat nicht irgendwie knapp oder zufällig gewonnen, sondern sie ist dominant aufgetreten. Ich war vor dem Fernseher begeistert. Ich wage mal einen Tipp: die Eintracht wirft Benfica raus.

…die aktuelle Mannschaft: Ich verfolge die Eintracht immer noch ganz genau. Mein erster Blick in der Bundesliga geht am Wochenende immer nach Frankfurt. Es spielen ja auch noch ein paar Jungs von damals. Kevin, Marco und Seppl sind echte Kumpels. Die Entwicklung der Mannschaft ist erstaunlich. Ich gebe zu, das hatte ich ihnen nicht zugetraut. Aber wenn‘s läuft, dann läuft‘s.

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