Adi Hütter hat für Union Berlin viel Lob übrig, zeigt Verständnis für die Maßnahme der Fans und setzt auf die zurückerlangte Heimstärke.

Adi Hütter hat seine Mannschaft wieder auf Linie gebracht und hebt das Frankfurter Kollektiv hervor.
Adi Hütter hat seine Mannschaft wieder auf Linie gebracht und hebt das Frankfurter Kollektiv hervor.

Adi Hütter über…

…den Fanprotest: Auf der einen Seite haben wir natürlich Verständnis für die Entscheidung, die der gesamte Verein mitträgt. Auf der anderen Seite wissen wir um den Wert der Unterstützung von den Rängen, speziell unserer Fans hinterm Tor. Wir als Verein akzeptieren und respektieren diese Entscheidung.

…die Personallage: Mijat Gacinovic hat individuell trainiert und ist eventuell ein Thema. Bas Dost steht nicht zur Verfügung. Ansonsten kann ich aus dem Vollen schöpfen.

…die Herausforderung Bundesliga: Wir bekommen es am Montag mit einem unmittelbaren Verfolger zu tun. Wir möchten dieses Spiel unbedingt gewinnen. Speziell in der Rückrunde sind wir sehr, sehr heimstark. Aber Union Berlin hat bewiesen, dass sie ein sehr toller Aufsteiger sind. Sie haben einen klaren Plan und sind sehr zweikampfstark. Sie haben viele großgewachsene Spieler und sind schwer zu knacken. Wir vertrauen auf unsere Heimstärke.

…die Rolle von Makoto Hasebe: Mit Beginn der Rückrunde haben wir auf Viererkette umgestellt. Dort sehe ich Makoto Hasebe weniger. Aber er ist unglaublich variabel und kann sich als Sechser in die Innenverteidigung fallen lassen. Makoto hat auf der Sechs hervorragend gespielt. Er hat die Qualität, immer spielerische Lösungen zu finden. Er ist ein top Profi! Ob er mit 36 Jahren jeden dritten, vierten Tag auf diesem Level spielen kann, ist eine andere Frage.

…das funktionierende Rotationsprinzip: Jeder Eintracht-Spieler erhält von mir das vollste Vertrauen! Dieses Jahr rotieren wir früher. Ich bin stolz auf die Jungs, die zwar manchmal ins Gras beißen müssen, aber da sind, wenn sie gebraucht werden. Für mich ist entscheidend, dass sie immer bereit sind, der Mannschaft zu helfen. Kamadas Dreierpack spricht für sich.

…die bevorstehenden Aufgaben: Die Bundesliga ist unser tägliches Brot. Natürlich wollen wir im DFB-Pokal und gegen Salzburg weiterkommen. Richtig schlecht war nur das Auftreten in Dortmund. Wir sind in der Rückrunde gut unterwegs. Aber diese Leistungen müssen wir bestätigen. Wenn wir immer so spielen würden wie gegen Leipzig oder Salzburg, stünden wir anders da. Wir sind noch nicht konstant genug, um alle drei Tage so aufzutreten. Nichtsdestotrotz kann ich auch mit einem dreckigen Sieg leben. Wir haben 28 Punkte und möchten Berlin und danach Bremen hinter uns lassen.


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