Alle Beteiligten wissen, dass sie sich nicht mit Ruhm bekleckert, aber generell in der Gruppenphase trotz allem nicht enttäuscht haben.

Sebastian Rode ist froh über das Weiterkommen und lenkt das Augenmerk auf die verbleibenden drei Spiele bis zur Winterpause.
Sebastian Rode ist froh über das Weiterkommen und lenkt das Augenmerk auf die verbleibenden drei Spiele bis zur Winterpause.

Sportvorstand Fredi Bobic: Natürlich war das heute nicht das, was wir uns vorgestellt haben, vor allem nach der Führung. Insgesamt war es aber eine anspruchsvolle Gruppe. Wir sind weiter, das zählt. Im Kalenderjahr hatten wir 20 Europapokalspiele. Das hatte noch keine deutsche Mannschaft zuvor. Natürlich spürt man das ein bisschen. Entscheidend ist, dass am Jahresende das Gesamtresultat stimmt.

Cheftrainer Adi Hütter: Seit Juli liegt ein langer Weg hinter uns. Manchmal reichen neun Punkte, die haben wir uns verdient. Unser Ziel war es, weiterzukommen. Das haben wir geschafft. Das Spiel war nicht das Gelbe vom Ei, wir haben uns nicht mit Ruhm bekleckert. Heute hat die Entlastung gefehlt, sonst hätten wir den Sack vielleicht zumachen können. In der zweiten Halbzeit hat die Verunsicherung überwogen. Wir haben auch nicht gut verteidigt. Nachdem es dennoch gereicht hat, ist uns ein Stein vom Herzen gefallen. Die Entstehung des zweiten Tores hat mich gefreut, genau das haben wir unter der Woche trainiert. Dazwischen war aber zu viel Leerlauf, daran müssen wir weiter arbeiten. Bis zur Winterpause wollen wir noch möglichst viele Zähler sammeln, haben aber zwischen den Partien wenig Zeit, um kurzfristig noch viel zu ändern.

Danny da Costa: Ich konnte mich erst gar nicht richtig freuen, denn ich kannte das Ergebnis aus Lüttich nicht. Wir haben in der zweiten Halbzeit den Faden verloren, zu viele zweite Bälle hergegeben und um den Ausgleich gebettelt. Darüber müssen wir sprechen. Wir haben auch unsere Angriffe einfach nicht mehr gut zu Ende gespielt, da war mehr für uns drin. Ein Kopfballtor werde ich so schnell nicht wieder erzielen. Ich freue mich zwar darüber, hätte aber lieber das Spiel gewonnen.

Sebastian Rode: Wir sind letztlich froh, weiter zu sein. Die Fans und Spieler haben sich das verdient. Mit dem Ergebnis sind wir unzufrieden, die Leistung in der zweiten Halbzeit war nicht gut. Wir waren nicht mutig genug und haben die Bälle zu einfach verloren. Der Platz ist in einem schlechten Zustand, aber das darf keine Ausrede sein. Die Fans haben uns auch nochmal Mut zugesprochen. Wir haben im Moment auch nicht viel Glück, das müssen wir einfach wieder erzwingen. Nach dem Abpfiff waren wir enttäuscht, wussten aber, dass es reicht. Wir haben noch drei wichtige Spiele vor uns und wollen das Maximum herausholen. Dann haben wir uns die Pause verdient.

Ivo Vieira (Trainer Vitória SC): Ich bedanke mich bei den Fans. Das ist ein Sieg für den Klub und alle, die heute für uns dabei waren. Heute wollten beide Teams gewinnen. Wenn man die Leistung heute betrachtet, hätten wir insgesamt mehr Punkte holen müssen. Wir hatten drei schwere Gegner, leider hat es nicht gereicht. Die Mannschaft hat sehr gut kombiniert und sich den Sieg verdient.

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