Adi Hütter und Gelson Fernandes sprechen auf der Pressekonferenz über die Personalsituation, ihre Vorfreude auf den Europapokalabend und die Lehren aus dem Hinspiel.

Adi Hütter über…

…die Personalsituation: Martin Hinteregger wird heute das Abschlusstraining mitmachen und uns dann signalisieren, ob er morgen zum Einsatz kommen kann. Letztlich kennt er seinen Körper am besten und wird das ein stückweit mitentscheiden. Wir haben dann bis morgen Abend Zeit, um eine endgültige Entscheidung zu treffen. Mit Blick auf die kommenden Spiele werde ich aber mit Sicherheit kein zu hohes Risiko eingehen. Ich gehe davon aus, dass David Abraham morgen spielen wird. Mit Simon Falette, der in den vergangenen Europa League-Spielen immer seinen Mann gestanden hat, haben wir eine weitere Option. Ansonsten gibt es durchaus auch die Überlegung, auf Viererkette umzustellen. Ich werde jedenfalls niemanden auf einer Position aufstellen, auf der er sich nicht wohlfühlt. Lucas Torró trainiert seit einigen Wochen wieder mit der Mannschaft, macht sich gut und wird morgen auch im Kader sein. Ich bin froh, dass er wieder dabei ist.

…das eigene Auftreten: Wir brauchen ein perfektes Spiel. Wir müssen Tore erzielen und gleichzeitig sehr kontrolliert nach vorne spielen, geduldig sein. Das heißt, im besten Fall keine Torchancen zulassen, immer wieder Akzente in der Offensive setzen und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung treffen. Bei Ballverlust müssen wir höllisch aufpassen, weil Benfica wahnsinnig schnell und beweglich ist. Dass wir zuhause Qualität auf den Platz bringen können, haben wir in den vergangenen Spielen bewiesen. Mit den Zuschauern im Rücken werden wir alles versuchen, um weiterzukommen.

…die Vorfreude: Schon in Lissabon habe ich mich auf das Rückspiel gefreut, weil ich gesehen habe, dass wir, bis auf die fünf Minuten vor und die 15 Minuten nach der Pause, auch in Unterzahl Paroli bieten konnten. Ich erwarte, dass wir Spaß haben, Leidenschaft einbringen, aber auch unsere Qualität zeigen. Wir brauchen morgen die positiven Emotionen im Stadion. Ich bin überzeugt, dass wir auch von unseren Zuschauern morgen getragen werden. Bisher hat es uns immer beflügelt und das wünsche ich mir auch morgen.

…den Gegner: Zu ihren Stärken zählt sicher das schnelle Umschalten nach Ballgewinn. Sie haben vor allem das technische Vermögen und die Beweglichkeit in der Offensive, um das umzusetzen. Joao Felix ist sicherlich der absolute Schlüsselspieler, der alles mitbringt, der den letzten Pass spielen kann und torgefährlich ist. Deshalb müssen wir versuchen, seine Räume eng zu halten und ihn auch über die Zweikämpfe aus dem Spiel zu nehmen. Allerdings haben sie auch neben Joao Felix viele torgefährliche Spieler und stehen defensiv grundsätzlich sehr gut. Vor heimischer Kulisse müssen wir morgen vor allem über die Zweikämpfe ins Spiel kommen.

…die Verfassung der Mannschaft: Weder in Lissabon, noch im Spiel gegen Augsburg habe ich eine körperlich erschöpfte Mannschaft gesehen. Von der Power und der Kondition her haben wir gar keine Probleme. Im Kopf waren wir dagegen schon etwas müde. Das hat man gegen Augsburg gesehen. Deswegen gab es gestern den freien Tag, damit morgen die geistige Frische zurückkehrt. 

Gelson Fernandes über…

…das morgige Spiel: Wir müssen ein sehr gutes Spiel machen, das ist uns bewusst. Die Erfahrungen aus Lissabon helfen uns bei der Vorbereitung auf das morgige Spiel.

…seine Erwartungen: Es ist ein wichtiges Spiel für mich und den ganzen Verein. Ich freue mich riesig, weil wir uns diesen Abend einfach auch verdient haben. Ich werde häufig auf die überragende Stimmung in Frankfurt angesprochen. Die werden wir auch morgen wieder erleben.

…den Zustand des Teams: Wir haben viel Kraft und haben gezeigt, dass wir auch in Unterzahl unseren Power-Fußball spielen können. Müdigkeit ist immer eine Kopfsache. Wir hatten viele Spiele, aber was wir erlebt haben, hat uns auch Kraft gegeben. So ein Abend wie morgen setzt viele Kräfte frei.

…das Thema Unterzahl: Wir spielen nun einmal mit viel Power. Es ist nicht immer leicht, sich da zu bremsen. Aber wir müssen auch mit Köpfchen spielen und je nach Situation lieber einem Kollegen den Zweikampf überlassen, wenn wir vorbelastet sind. Es ist jetzt zweimal vorgekommen, daraus müssen wir lernen. Allen voran ich.


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