Adi Hütter blickt kurz auf die Uhr. „Um drei ist Training“, lacht der Cheftrainer angesichts der regen ersten Pressekonferenz nach dem Jahreswechsel.

Cheftrainer Adi Hütter erkennt, dass die Mannschaft die Situation angenommen.
Cheftrainer Adi Hütter erkennt, dass die Mannschaft die Situation angenommen.

Adi Hütter über...

…die Abwehrreihe: Unabhängig von der Anzahl an Abwehrspielern ist es wichtig, dass die Kette dicht ist. Wir müssen defensiv besser stehen. Losgelöst vom Personal möchten wir variabler werden, das habe ich immer betont. Zu diesem Zweck konnten wir im Trainingslager gut und geschlossen trainieren. Viele Gegner haben uns mittlerweile durchschaut, deswegen werden wir spielbezogen zwischen Dreier- und Viererkette variieren. Dafür haben wir den Spielern das nötige Rüstzeug mitgegeben. Es geht aber auch darum, unsere Stürmer besser in Position zu bringen, damit sie ihre Stärken entfalten können.

…die Rolle von Evan Ndicka: Für ihn ist es nicht ungewohnt, Viererkette zu spielen. Er hat seine Stärken in der Defensive, ist schnell und zweikampfstark. In Paderborn hat er speziell in der zweiten Halbzeit gezeigt, dass er – wenn er das richtige Gefühl hat – Offensivakzente setzen kann. In letzter Zeit wollten viele Mannschaften in die Räume hinter Filip Kostic kommen, wenn er aufgerückt war. Evan kann Filip den Rücken freihalten.

…Filip Kostic: Nur weil Filip weiter vorne spielt, wird er trotzdem nach hinten arbeiten müssen. Seine Wege werden dadurch nicht kürzer, wodurch er seine Stärken, mit Anlauf aus der Tiefe zu kommen, weiter ausspielen können wird. Aber es geht hier nicht allein darum, eine neue Position für Filip zu finden, sondern im Verbund wieder kompakter aufzutreten.

…Makoto Hasebe: Makoto hat selber gesagt, dass der Konkurrenzkampf ein anderer wird. Er hat aber schon in der Viererkette gespielt, genauso auf der Sechs. Wir haben viele Spiele und ich bin froh, unterschiedliche Spielertypen auf verschiedenen Positionen einsetzen zu können. Am Ende des Tages geht es um Eintracht Frankfurt.

…Schlüsse der Hinrunde: Wir hatten in Amerika die Zeit und Möglichkeit, uns zusammenzusetzen und die Hinrunde zu analysieren. Der Tor- und Gegentorschnitt haben sich nach dem zehnten Spieltag in die falsche Richtung entwickelt, auch weil wir uns taktisch fehlerhaft verhalten haben. Das haben wir angesprochen. Wir müssen zurück zu den Wurzeln und haben gezeigt, dass wir es besser können. Wir müssen wieder die nötigen Laufwege gehen und über harte Arbeit unsere Ergebnisse erzielen. Darüber kehrt das Selbstvertrauen zurück. Dann bin ich überzeugt, bald unten herauszukommen.

…die TSG Hoffenheim: Die Mannschaft kommt vor allem über die spielerische Linie und lässt den Ball von einer zur anderen Seite zirkulieren. Außerdem verfügen sie über starkes Offensivpersonal. Es stellt sich die Frage, wer zentral in der Spitze spielen wird. Mit Florian Grillitsch haben sie eine Art Quarterback in ihren Reihen – ein top Organisator, der sich situativ in die Abwehr fallen lässt. Hoffenheim hatte in der Hinrunde wechselhafte Phasen.


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