2:1 in Berlin, der erste Auswärtssieg der Saison. Adi Hütter hat „ein gutes Auswärtsspiel“ seiner Mannschaft mit zwei Schlüsselszenen gesehen. Sow, Dost und Fredi Bobic haben sich zudem nach der Partie geäußert.

Djibril Sow
"Es ging sehr viel über den Kampf": Djibril Sow zeigt aber auch seine spielerische Klasse, als er Silva mustergültig bedient und dieser zum 2:0 einköpft.

Djibril Sow: Ich brauche Zeit, um in den Rhythmus zu kommen. Aber ich fühle mich immer besser. Es war in der ersten Halbzeit harte Arbeit. Es ging sehr viel über den Kampf. Aber wir waren bereit. Im zweiten Durchgang haben wir besser und mehr Fußball gespielt und nicht unverdient gewonnen. Vor meiner Flanke auf Silva bekomme ich einen perfekten Ball in die Tiefe von Erik Durm, da konnte ich schnell umschalten. Ich habe heute auf einer etwas anderen Position gespielt, das war aber kein Problem für mich. Ich bin flexibel. Der Sieg gibt uns Selbstvertrauen in unserem Spiel. Ich hoffe, dass wir am Donnerstag in Guimaraes nachlegen können.

Bas Dost: Ich glaube, dass wir in den ersten 15 Minuten durchaus Probleme hatten. Die Fans haben hier mächtig Alarm gemacht. Vor meinem Tor mache ich als Stürmer einen Laufweg, den du als Angreifer 100 Mal machst, davon 99 Mal umsonst. Heute hat alles geklappt, da musst du als Stürmer stehen in der Situation. Ich denke, dass ich es heute schon deutlich besser gemacht habe als in den vergangenen Spielen. Bei den Flanken habe ich aber noch Luft nach oben. Es läuft gut, wir sind heute zufrieden. Aber es geht noch mehr. Guimaraes hat eine gute Mannschaft. Aber: Wenn wir dort so spielen wie heute, gewinnen wir. 

Fredi Bobic: Es war wichtig heute und es war Zeit, dass wir uns auswärts belohnen. Etwas ärgerlich war der Anschlusstreffer. Aber insgesamt hatten wir alles im Griff. Jeder Stürmer braucht Tore. Es ist die Luft zum atmen für die Jungs. Schön, dass es vorne wieder so gut klappt.

Adi Hütter: Das waren wichtige drei Punkte. Insgesamt war es sehr viel Kampf. Wir hatten die richtigen Momente mit den zwei Toren, das war der Schlüssel zum Sieg. Wenn man so kurz vor Schluss den Anschlusstreffer bekommt, muss man natürlich aufpassen, weil auch das Stadion nochmal kommt. Wichtig ist, dass beide Stürmer getroffen haben und wir ein gutes Auswärtsspiel gemacht haben. Wir haben nicht alles richtig gemacht, aber ich habe eine Mannschaft gesehen, die gefightet hat. Wir haben lange nicht mehr auswärts gewonnen, da freue ich mich umso mehr über den Sieg. Das Ergebnis hat gestimmt, da hatten wir zuletzt auch hin und wieder Pech. Nächste Woche wollen wir in Portugal die Niederlage gegen Arsenal vergessen machen.

Urs Fischer (Trainer 1. FC Union Berlin): Die Eintracht war nach der Pause sehr effizient. Sie haben das, was wir zugelassen haben, eiskalt ausgenutzt. Die Jungs haben die Reaktion gezeigt, die wir gefordert haben. Es war ein ganz anderer Auftritt von uns als vergangene Woche bei der Niederlage in Leverkusen. Die Mannschaft hat bis zum Schluss daran geglaubt und alles versucht. Ein Punkt wäre verdient gewesen. Ich kann der Mannschaft keinen großen Vorwurf machen, weil sie alles investiert hat.

Neven Subotic (Spieler 1. FC Union Berlin): Der Seitenwechsel vor dem 0:1 war gut gemacht, und der Schuss von Kostic ist schwierig für den Keeper. Dann macht es Dost einfach wie ein Klassestürmer. Bis dahin haben wir es gut gemacht und das Spiel offen gestaltet. Beim zweiten Gegentor müssen wir als Mannschaft mehr machen, da sind alle gefragt. Die Flanke auf den Stürmer kommt perfekt, aber wir müssen das anders verteidigen, besser in die Zweikämpfe kommen und möglichst auch die Flanke verhindern. Die Eintracht war heute eiskalt und hat ihre wenigen Chancen genutzt. Über 90 Minuten haben wir ein solides Spiel gemacht, nur bei den beiden Gegentoren sahen wir nicht gut aus. Über den Kampf. Aber wir waren bereit. Im zweiten Durchgang haben wir besser und mehr Fußball gespielt und etwas unverdient verloren.

Teilen
Funktionen