Gestern das erste Mannschaftstraining, heute die erste Pressekonferenz und am Abend das erste Testspiel. Djibril Sow benötigt nur wenig Anlaufzeit, auch wenn er sie erhalten wird.

Djibril Sow über …

… seinen Wechsel zur Eintracht: Obwohl ich mehrere Optionen hatte, war Frankfurt der logische Schritt. Hier finde ich einen gesunden Verein vor, kenne den Trainer und mir gefallen die Visionen. Ich wollte in erster Linie zu Eintracht Frankfurt und weniger explizit in die Bundesliga.

… seinen Zeit bei Borussia Mönchengladbach: Als ich im Alter von 18 Jahren zu Borussia Mönchengladbach gekommen war, musste Trainer Lucien Favre, der mich haben wollte, wenig später den Klub verlassen. Danach ging es entweder gegen den Abstieg oder um Europa, was es den wechselnden Trainern natürlich erschwert hat, einen jungen, unerfahrenen Spieler einzusetzen. Vielleicht war ich damals auch mental noch nicht weit genug für diese Aufgabe.

… seine Erfahrungswerte: Es ist schon ein Vorteil, dass ich die deutsche Mentalität bereits kenne und während den zwei Jahren in Mönchengladbach viel dazugelernt habe. Die Gewinnermentalität ist in Deutschland wesentlich ausgeprägter als in der Schweiz. Wenn wir in Zürich oder Bern mal nicht gewonnen haben, hieß es: dann eben nächstes Mal. In Deutschland hingegen geben die Menschen täglich Vollgas.

… seine Ziele: Natürlich habe ich den Traum, irgendwann auch in Deutschland einen Titel zu holen. Dafür müssen wir uns aber ständig weiterentwickeln und nochmal einen Schritt nach vorne machen. Wir haben eine gute, junge Mannschaft und werden bald sehen, was möglich ist.

…sein Verhältnis zu Adi Hütter: Mit Sicherheit hat uns der Titelgewinn 2018 zusammengeschweißt. Insgesamt habe ich unter ihm einen großen Entwicklungsschritt genommen. Für jeden jungen Spieler ist Vertrauen am wichtigsten. Adi Hütter ist ein Trainer, der viel fordert, aber Vertrauen schenkt und Potenziale erkennt.

…das Rätsel um die Aussprache seines Namens: Es ist richtig, dass ich Djibril heiße, aber die meisten Menschen nennen mich einfach „Djibi“.

…die Vorschusslorbeeren: Druck gibt es im Fußball ohnehin immer, das belastet mich nicht. Ich betrachte es eher als Wertschätzung vonseiten des Vereins. Die Verantwortlichen gestehen mir wie jedem neuen Spieler Zeit zu. Ich muss mich einfinden in ein neues Land, eine neue Liga und möchte diese Wertschätzung schnellstmöglich zurückzahlen.


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