Mit dem FC Schalke 04 erwartet der amtierende Vizemeister am Samstag das Team von Cheftrainer Adi Hütter zum Schlagabtausch. Für beide Seiten geht es um wichtige Punkte.

In der Vorsaison waren die Knappen noch „Bayern-Jäger Nr. 1“, in dieser Saison sind die Königsblauen in Tabellenregionen abgerutscht, die nicht unbedingt ihr natürlicher Lebensraum sind. Auch deshalb steht der Eintracht eine schwierige Partie ins Haus, denn währen die Schalker die Abstiegszone verlassen wollen, lebt am Main die Hoffnung auf eine weitere Saison auf dem internationalen Parkett. In der Vorsaison reiste man sogar zwei Mal nach Gelsenkirchen, wobei die beiden Begegnungen vor allem eines waren: Emotional überaus konträr. 

Highlight und Tiefschlag

Kaum ein Auswärtsspiel hatte in der Rückrunde der vergangenen Saison so viele Emotionen parat wie die beiden Gastspiele in der Arena auf Schalke. Gastspiele - Plural? Ja, denn innerhalb weniger Wochen traten die noch von Niko Kovac trainierten Adlerträger zwei Mal den Weg nach Gelsenkirchen an, wobei Ergebnis und Gefühlslage nach Abpfiff jeweils kaum unterschiedlicher hätten sein können. Das erste Gastspiel am 18. April 2018 war das Halbfinale im DFB-Pokal. Nur wenige Tage vor diesem wichtigen Spiel sickerte der Wechsel des Frankfurter Trainers an die Isar durch, und während die Stammtische diskutierten, schaffte es die Eintracht sich dennoch voll auf die bevorstehende Aufgabe zu fokussieren. Am Ende gewann man nach einem großen Kampf nicht unverdient mit 1:0 durch Jovics Direktabnahme per Hacke (!), die später auch zum „Tor des Monats“ gekürt werden sollte. Während besagter Sieg den Einzug ins Pokalfinale bedeutete, gab es nach dem erneuten Gastspiel auf Schalke am 34. Spieltag keinen Grund zur Euphorie. Gegen den bereits feststehenden Vizemeister unterlag man nach schwachen 90 Minuten mit 0:1 und verspielte damit im letzten Moment die Teilnahme am internationalen Geschäft. Die Ernüchterung war groß, konnte doch nach dieser biederen Leistung niemand damit rechnen, dass die Eintracht eine Woche später Geschichte schreiben und „auf dem zweiten Bildungsweg“ doch noch in den Europapokal einziehen würde. 

Gelingt der statistische „Ausgleich“?

Am Samstagnachmittag werden die Eintracht und der FC Schalke bereits zum 90. Mal in der Bundesliga die Klingen kreuzen. Davon abgesehen, dass beide Teams bei den zurückliegenden Aufeinandertreffen traditionell eher zu Hause als auswärts siegten, ist dieses traditionsreiche Duell eine überaus ausgeglichene Angelegenheit. Aus Frankfurter Sicht stehen 32 Siegen, 24 Remis und 33 Niederlagen in den Geschichtsbüchern. Sollte es auf Schalke für einen Sieg reichen - dem erst achten überhaupt in der Liga -, wäre die Statistik somit vollends ausgeglichen. Ein nettes Zahlenspiel, sicher. Vor allem aber wären es drei wichtige Punkte.

Zum Spiel:

Anstoß: Samstag, 6. April, 15.30 Uhr, 28. Spieltag 2018/19
Stadion: Veltins-Arena, Gelsenkirchen

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