Als letzte verbliebene deutsche Mannschaft im Europapokal reist das Team von Coach Adi Hütter am kommenden Donnerstag zum Viertelfinalhinspiel nach Lissabon.

Die UEFA Europa League hat der Eintracht das nächste tolle Reiseziel geschenkt: Nach der lombardischen Modemetropole Mailand lautet das Ziel diesmal Lissabon. Es geht also an die Atlantikküste für die Mannschaft von Cheftrainer Adi Hütter und die rund 3.200 Schlachtenbummler, die sich ebenfalls auf den Weg an den westlichen Rand Europas machen. Die Vorfreude ist groß vor dem „Duell der Adler“, dessen Hinspiel im "Stadion des Lichts" vor bis zu 65.000 Zuschauern ausgetragen wird. 

Erstes Viertelfinale seit fast einem Vierteljahrhundert

Nachdem die Eintracht gerade in den Neunzigern quasi Dauergast im Europapokal war, wurden die Gastspiele auf internationaler Bühne seitdem rar. Auch das letzte europäische Viertelfinale mit Frankfurter Beteiligung stammt aus dieser Zeit. Mit dem Spiel bei Benfica Lissabon endet eine vierundzwanzigjährige Durststrecke, zuvor war man sowohl in der Spielzeit 1993/94 als auch 1994/95 bis in eben jene Runde der letzten Acht vorgedrungen, scheiterte aber zuerst an Casino Salzburg und im Jahr darauf an der „Alten Dame“ Juventus Turin. Gegen den Rekordmeister in der Serie A schaffte man im Hinspiel noch ein respektables 1:1, für die SGE traf Jan Furtok, zog dann aber auswärts mit 0:3 klar den Kürzeren und schied aus. Nun hat es die Eintracht endlich wieder ins Viertelfinale geschafft und trifft mit Benfica Lissabon auf ein ähnlich klangvolles Schwergewicht des europäischen Fußballs. Es ist übrigens das erste Aufeinandertreffen in einem Pflichtspiel der beiden Traditionsvereine überhaupt und nach Porto 2014 erst das zweite Gastspiel der Adlerträger in Portugal. 

Der nächste „Absteiger“ für die Eintracht

Nachdem die Vorrundengruppe der Elf von Coach Adi Hütter bereits namhaft besetzt war, hat sich seit der K.O.-Phase endgültig ein Hauch von Champions League eingeschlichen. Mit Benfica Lissabon treffen die Frankfurter nämlich mittlerweile zum dritten Mal im laufenden Wettbewerb auf einen „Absteiger“ aus der Königsklasse. Nach Shakhtar Donetsk und Inter Mailand folgt nun also der portugiesische Rekordmeister, der ebenso wie unsere SGE einen Adler im Wappen trägt. Eine weitere Gemeinsamkeit: Genauso wie der Frankfurter Greifvogel Attila ist auch sein „Kollege“ Vitoria bei Benfica ein echtes Tier und keine stilisierte Plüschfigur. Während unser Maskottchen an Spieltagen auf dem Arm von Falkner Norbert Lawitschka bleibt, darf Vitoria allerdings vor dem Spiel eine Runde durch das Stadion drehen, bevor er sich auf einem hölzernen Schild niederlässt, das dem Vereinswappen nachempfunden ist. Es heißt, wenn der Vogel zwei Runden durch das Stadion fliegt, gewinnen die Hausherren das Spiel. Bleibt es bei einer, siegen die Gäste. Vitoria darf es am Donnerstag also gerne ruhig angehen lassen. 

Anstoß: Donnerstag, 11. April, 21 Uhr (20 Uhr Ortszeit), UEFA Europa League Viertelfinale
Stadion: Estádio da Luz, Lissabon

Teilen
Funktionen