Der europäische Fußball ist zurück im Stadtwald. Erstmals seit Februar 2014 hat die Eintracht wieder ein Europacup-Heimspiel. Klangvoller Gegner am Donnerstag ist Lazio Rom.

Das Warten hat ein Ende, die Anspannung steigt, die Vorfreude ebenfalls. Während der toll erkämpfte Auswärtssieg in Marseille noch vor leeren Rängen stattfinden musste, ist die Rückkehr der Adler in der heimischen Arena schon lange ausverkauft und tolle Stimmung nicht nur deshalb garantiert. Dazu muss man nur an das letzte UEFA Europa League-Heimspiel zurückdenken, ein hochdramatisches 3:3 gegen den FC Porto. Der Gegner ist diesmal ähnlich namhaft, denn es geht gegen den italienischen Traditionsverein S.S. Lazio Rom. 

Kampf um die Spitze

Sowohl die Römer als auch die Frankfurter sind mit einem Sieg in die Gruppenphase gestartet. Während die Eintracht an der Cote d’Azur dreifach punktete, gewann Lazio gegen Apollon Limassol im heimischen Olympico mit 2:1. Da die Hütter-Elf in Frankreich das gleiche Ergebnis erzielten, sind beide Kontrahenten der kommenden Begegnung aktuell gleichauf an der Spitze der Gruppe H. Daraus ergibt sich auch, dass - wer auch immer dieses Spiel für sich entscheidet - danach definitiv allein vom Platz an der Sonne grüßt. Ein Remis hingegen würde die „Doppelspitze“ folglich bestätigen. 

Erstmals gegen Rom

Obwohl die Stadt Rom in einem populären Europapokal-Lied der Eintrachtfans vorkommt, treffen die Adlerträger zum allerersten Mal überhaupt auf eine Mannschaft aus der „ewigen Stadt“. Weder gegen Lazio, noch den Stadtrivalen AS bestritt die Eintracht bisher ein Pflichtspiel. Im Gegensatz zu zwei anderen Schwergewichten der Serie A: Mit Serienmeister Juventus Turin gab es bereits vier Kräftemessen (bei ausgeglichener Statistik mit je einem Sieg, einer Niederlage und zwei Remis), außerdem konnte die SGE beide bisherigen Spiele gegen den SSC Neapel jeweils mit 1:0 gewinnen.

Die Statistik gegen italienische Mannschaften komplettiert ein Heimspiel gegen den sizilianischen Klub US Palermo aus der Spielzeit 2006/2007. Damals spielten die Adlerträger in der Gruppenphase nur ein Mal gegen jeden Kontrahenten, besagtes Duell endete nach einem späten Siegtreffer der Gäste mit 1:2. Für das erste Kräftemessen mit dem italienischen Hauptstadtklub werden die Karten jetzt neu gemischt. Auf dem Papier mögen die Laziali, die wie unsere SGE ebenfalls einen Adler im Wappen tragen, leichter Favorit sein. Doch gerade bei europäischen Spielen ist die Frankfurter Arena ein absoluter Hexenkessel und kaum einzunehmen. 2013/14 jedenfalls verlor die Eintracht keine der fünf Partien im eigenen Stadion. Ein Serie, die die Elf von Cheftrainer Adi Hütter nur zu gerne ausbauen würde. 

1. Spieltag UEFA Europa League: Olympique de Marseille - Eintracht Frankfurt

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