Fredi Bobic spricht in China über die Erfahrungen im Reich der Mitte, die Transferperiode und die Zukunft von Martin Hinteregger.

Fredi Bobic
Wurde überall herzlich empfangen: Fredi Bobic.

Fredi, wir sind hier in China. Wie sind deine ersten Eindrücke und was hat uns bewogen, hierher zu reisen?
Bobic: Wir hatten schon länger Anfragen vorliegen, nach China zu kommen. Jetzt war der Zeitpunkt gekommen, an dem es gepasst hat. Das Wetter ist im Mai so, dass du hier auch ein Spiel absolvieren kannst. Im Juli in der Saisonvorbereitung ist es deutlich schlechter. Natürlich wären wir zum jetzigen Zeitpunkt lieber in Baku gewesen, aber das können wir nicht mehr ändern. Die Jungs sind gut drauf und haben Spaß, wir lernen die chinesische Kultur kennen. Das erweitert den Horizont.

Wie gefällt es dir in Foshan?
Bobic: Wir sind hier in einer typischen Region, 20 Millionen Menschen leben im Großraum Ghuangzhou. Ich war schon häufiger hier, aber für manche Jungs ist das Neuland. Die Leute sind sehr nett und hilfsbereit. Wir haben Löwentanz und Kung Fu gesehen, und überall wirst du natürlich zum Essen eingeladen. Das Essen ist lecker und leicht. Manchmal ist es optisch vielleicht schwer, es zu identifizieren, aber es ist immer lecker. Wir sind froh, dass wir diesen Trip gemacht haben.

Wie fällt mit ein paar Tagen Abstand deine Saisonbilanz aus?
Bobic:
Es wird uns vielleicht erst in ein paar Wochen bewusst, was wir dieses Jahr geleistet haben. Im Zusammenspiel mit den Fans ist etwas Großes entstanden, wir haben Anerkennung national und international erhalten. In der Bundesliga war es spannend, wir haben sehr gut und zeitweise sogar überragend gespielt. Am Ende haben wir Tribut für die lange Europareise gezollt. Es war eine tolle Tour. Letztlich sind wir glücklich, dass wir die Qualifikation für die Europa League erreicht haben. Wir werden das Beste draus machen.

Wie sehen deine Planungen auf dem Transfermarkt aus?
Bobic:
Im Moment wird viel diskutiert und spekuliert, es gibt viele Gerüchte, ich lese viel. Vieles befindet sich natürlich im Bereich der Fabeln. Auf mich und mein Team wartet viel Arbeit. Wir werden sehen, was wir erwirtschaften und wen wir verpflichten können. Wir gehen strukturiert und konzentriert an die Sache ran.

Eine Personalie ist der vom FC Augsburg ausgeliehene Martin Hinteregger. Wie wird es mit ihm weitergehen?
Bobic:
 Mit ihm persönlich sind wir sehr weit, gefühlt sind wir durch. Martin und wir sind uns einig, dass er in Frankfurt bleiben möchte. Es gibt jedoch auch eine andere Seite. Die Gespräche mit Augsburg ziehen sich hin und sind nicht einfach. Letztlich ist es eine wirtschaftliche Entscheidung. Wir werden keine dummen Dinge tun.

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