Am Wochenende ging es in den Playoffs um den Einzug ins Grand Final. Während „Makibest“ die K.o.-Phase knapp verpasste, konnte sich „Sn0wGoogles“ sensationell für die Endrunde qualifizieren.

Für ein bemerkenswertes Gesamtbild hatte der im DFB-Museum in Dortmund ausgetragene Wettbewerb bereits im Vorfeld gesorgt: Bei der freien Wahl eines Vereins der ersten oder zweiten Bundesliga hatten sich 16 der 108 Gamer für die Eintracht  entschieden, nur Borussia Dortmund war ein Mal häufiger vertreten. Auch die Zusammenstellung der eigenen Mannschaft stand den Playoff-Teilnehmern weitgehend frei, wenngleich maximal drei Spieler desselben (deutschen) Klubs in einer Mannschaft sein durften. Hier entpuppte sich Danny Da Costa als ausgemachter Liebling. Der Frankfurter Dauerbrenner fand sich auch virtuell in nahezu jedem Aufgebot wieder.

Vermisst wurde dagegen der dritte Gruppengegner von Marko „Makibest“ Mihaljevic, der sich aufgrund der kurzfristigen Absage nur noch mit zwei Kontrahenten um die ersten zwei für die K.o.-Runde berechtigenden Platzierungen duellieren musste, was Chance und Risiko zugleich erhöhte. Wie sich gleich nach dem Auftakt an der PlayStation 4 zeigte, als „Makibest“ trotz drückender Überlegenheit dem Online-Qualifikanten Onur „Bvller_17“ May mit 0:1 unterlag. Im zweiten Match gegen Robert „official_RobKay“ Köhn konnte sich der 21-Jährige dann zumindest teilweise für seinen Einsatz belohnen. Nach dem leistungsgerechten 1:1 wiesen sowohl Marko als auch Robert dieselbe Ausbeute und Tordifferenz aus. Letztlich schied „Makibest“ allein aufgrund der geringeren Toranzahl aus, kann jedoch nach seiner ersten intensiven Saison mit dem Adler auf der Brust stolz auf das Erreichte sein.


Dominante Vorrunde, dramatische K.o.-Phase

Genau wie Teamkollege „Sn0wGoogles“, für den die Reise sogar weitergeht! Der 18-Jährige stieß am Sonntag mit einer starken Leistung verlustpunktfrei bis ins Halbfinale vor. Nach einer bemerkenswert abgebrühten Vorrunde, in der er seine Gegner mit 4:1, 2:1 und 3:0 hinter sich ließ, folgte schon im Achtelfinale die vorgezogene Feuertaufe. Anstatt als Lohn für den Gruppensieg einem vermeintlich schwächeren Zweiten als Konkurrenten gegenüberzustehen, wartete schon im ersten K.o.-Spiel niemand Geringeres als Topfavorit „DullenMike“ aus Köln. Doch „Sn0wGoogles“ stellte sich der unerwartet frühen Herausforderung, verlangte dem 16-Jährigen insbesondere im ersten Durchgang alles ab und gewann in den Schlussminuten mit dem Glück des Tüchtigen mit 3:1. In Anbetracht der zunehmenden Dominanz des Gegners in der zweiten Halbzeit sprach „Sn0wGoogles“ hinterher selbst davon „dass ein knapper Sieg für den Gegner wahrscheinlich verdient gewesen wäre – aber so ist Fußball manchmal.“ Auch der virtuelle.

Schon waren es nur noch zwei Runden bis zum großen Ziel, fortan aber im Hin- und Rückspiel. Im Viertelfinale ging es gegen Noah „NoahOnTour“ Müschenborn, gegen den Maik trotz einer nicht durchweg überzeugenden Darbietung im Hinspiel (3:3) unterm Strich spielerisch dominierte und im Rückspiel mit 6:1 eliminierte. Zwar ging das anschließende Halbfinale gegen Leon „blackarrow889“ Aussieker 2:5 und 0:4 verloren, doch im entscheidenden #Dontcrackunderpressure Match, in dem die beiden Verlierer der Halbfinals um die Wildcard für das Grand Final spielten, bot sich die allerletzte Chance. Entgegen der Vorwochen konnte Maik die Niederlage aus dem vorherigen Spiel abschütteln und behielt gegen Enrico „Ravish FadeZ“ Böker einen klaren Kopf, brachte seine spielerischen Stärken zum Tragen und setzte sich schlussendlich mit 3:0 durch. Damit steht er als einer der zwölf besten Xbox-One-Spieler Deutschlands im Grand Final! „Ich kann den Einzug ins Grand Final mit Worten noch gar nicht beschreiben und wahrscheinlich erst in einigen Tagen wirklich realisieren“, konnte Maik sein Glück im Nachgang kaum fassen.

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