Unter dem Motto "Eintracht lebt von Vielfalt" feierte "United Colors of Frankfurt" gestern beim Spiel gegen Hoffenheim eine Neuauflage. Und was für eine!

Die verschiedenen Fangruppen der traditionell heterogenen Fanszene von Eintracht Frankfurt brachten gestern zum dritten Mal nach 1992 und 2008 ihre geschlossene Haltung zum Ausdruck, die sie seit jeher als prägendes Merkmal auszeichnet. Unsere Stadt, unser Verein und seine Fans leben von Vielfalt - aus Vielfalt wird Eintracht. Dafür steht United Colors of Frankfurt!

Alle 11.500 T-Shirts verkauft

Der Dachverband der fast 900 Eintracht-Fanclubs mit über 45.000 Mitgliedern war Initiator der Aktion mit der Unterstützung der gesamten aktiven Frankfurter Fanszene. "Eintracht-Fans gehören zusammen, egal woher sie kommen, wie sie aussehen und welchen Geschlechts sie sind", sagte die Vorsitzende des Eintracht Frankfurt Fanclubverbandes, Ina Kobuschinski, noch am Freitag auf der Pressekonferenz. Und das wurde beim Spiel gegen Hoffenheim mal wieder sichtbar. Alle 11.500 gedruckten T-Shirts mit dem entsprechenden "United Colors of Frankfurt"-Logo vorne drauf wurden bei sonnigen Temperaturen verkauft. Das freute nicht nur die Fanclubs, sondern auch die Teestube Jona. Dem Obdachlosenprojekt im Bahnhofsviertel wird nämlich der Erlös aus dem Verkauf zugutekommen.

Eine Choreographie für die Vielfalt

Auch die Choreographie der Ultras stand ganz im Zeichen des sonntäglichen Mottos. Die SGE-Anhänger zogen drei Blockfahnen mit dem Eintracht-Wappen, einem Logo der Ultras und dem Frankfurter Stadtwappen im Unterrang der Nordwestkurve hoch. Ein tolles Bild einer tollen Aktion - findet auch Vorstandsmitglied Axel Hellmann: "Diese Aktion ist einzigartig, weil es keine von Vereinsseite initiierte Sache ist, sondern schon zum dritten Mal aus unserer Fanbasis erwachsen ist. Die Aktion setzt sich für Vielfalt ein, das bedeutet im Umkehrschluss: Sie wendet sich gegen Diskriminierung und Rassismus. Danke auch noch an unseren Hauptsponsor Indeed, die extra für diese Aktion die Brust freigemacht hatten."

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