Die U16 stellt nicht nur die zweitbeste Offensive der B-Junioren-Hessenliga, sondern zählt nach 14 von 26 Spielen auch zu den Kandidaten um die Meisterschaft.

Auf die Frage, wie es der U16 ergeht, lässt sich ganz einfach antworten: Es läuft. Und wie! Elf Spiele ist die Mannschaft von Trainer Sandro Stuppia ungeschlagen, zuletzt holten sie aus fünf Spielen vier Siege. Obwohl der jüngere B-Junioren-Jahrgang zeitweise von personellen Sorgen geplagt war, lieferte das Team Spiel für Spiel Topergebnisse und steht über die Winterpause zu Recht auf dem zweiten Tabellenplatz. In einer Liga, die zu großen Teilen aus U17-Mannschaften besteht, geht es für die U16 zwar vor allem darum, mit der robusteren Spielweise der Jahrgangsälteren klarzukommen. Doch dass sich das Team so schnell an die Liga gewöhnen sollte und mittlerweile in der Spitze gefestigt ist, war selbst vor der Saison nicht abzusehen. „Für uns alle war es am Anfang der Saison eine neue Situation“, so Stuppia rückblickend. „Doch die Spieler haben schnell verstanden und umgesetzt, was ich von ihnen wollte.“

Die Saison fing für Stuppia, der selbst neu an den Riederwald gekommen war, großartig an: Das erste Spiel gewann seine Mannschaft mit 2:0 gegen den SV Darmstadt 98, darauf ließ sie einen 3:2-Sieg in Offenbach gegen die SG Rosenhöhe folgen. Anfang September gab es dann jedoch zwei kleinere Dämpfer in Form einer Niederlage gegen den SV Rot-Weiß Walldorf (1:4) und eines Unentschiedens gegen den Karbener SV. Doch auch wenn die U17 des FSV Frankfurt dieses Stolpern nutzte und sich an der Tabellenspitze absetzte, blieben ihnen die Riederwälder immer dicht auf den Fersen. Die Niederlage in Walldorf war die einzige der Stuppia-Elf in der gesamten Hinrunde. Es folgten zehn Spiele, aus denen die Adlerträger mit sieben Siegen und drei Unentschieden hervorgingen. Anfang November wartete dann der große Showdown auf die U16: Das Spitzenspiel gegen den bis dato vier Punkte entfernten Tabellenführer vom Bornheimer Hang. Die Mannschaft bewies, dass sie aus den kleinen Rückschlägen zu Anfang der Saison stärker zurückgekommen ist und besiegte den Gastgeber mit 4:3. Doch obgleich das Derby das Highlight für viele war, lobt Stuppia die generelle Entwicklung in der Mentalität der Mannschaft: „Egal, ob wir gegen den Tabellenletzten oder den Tabellenersten spielen: Die Jungs verstehen es mittlerweile, jedem Gegner mit dem nötigen Respekt gegenüberzutreten und niemanden zu unterschätzen.“

Vorne hui, hinten hui

Mit über drei Toren pro Spiel stellt die Stuppia-Truppe die zweitstärkste Offensive der Liga. Mit den Torjägern Josien Nathaniel, der trotz aktueller Verletzung bereits 18 Tore auf dem Konto hat, und Mahmut Afsar (acht Treffer) hat die U16 zwei Lebensversicherungen im Sturm, die jeden Gegner das Fürchten lehren. „Dass die Verletzungen von Josien und Maurice im Sturm spielerisch auffangen konnten, spricht für die Qualität der Mannschaft“, resümiert der Fußballtrainer. „Jeder lernt im Training vom Spiel des anderen und kann im Notfall für ihn einspringen.“ Doch auch gegen den Ball stellen die Adlerträger jeden Gegner immer wieder vor schwierige Aufgaben, denn die U16 ist nicht nur auf, sondern auch neben dem Platz eine Einheit. Die Harmonie zwischen Trainer und Spielern stimmt, sodass weitere verletzungsbedingte Ausfälle gerade gegen Ende des Jahres aufgefangen werden konnten. Alles in allem kann die U16 auf die erfolgreichste Hinrunde des Jahrzehnts zurückblicken, die Hoffnung auf eine starke Rückrunde macht. Die Ernennung zum Meisterschaftsaspiranten hat sie sich zumindest redlich verdient.

Teilen
Funktionen