Adi Hütter lobt die taktische Disziplin, die Spieler erkennen ihrerseits Fortschritte – wissen aber, dass sie daran anknüpfen müssen.

Sportvorstand Fredi Bobic: Die Jungs haben es sehr gut gemacht. Es war ein hochverdienter Sieg. Jetzt müssen wir den Schwung mitnehmen. Wir haben heute die DNA gezeigt, die uns ausmacht und die wir brauchen, um erfolgreich zu sein. Wir wussten, dass das Kalenderjahr 2019 anspruchsvoll werden könnte. Wir haben immer die Ruhe bewahrt. Jetzt müssen wir weitermachen.

Cheftrainer Adi Hütter: Wir haben heute verdient gewonnen, gerade in Anbetracht unserer Torchancen am Ende. Das war nach vielen Wochen ohne Sieg und angesichts unserer Auswärtsbilanz ein Befreiungsschlag. Ich habe eine tolle und sehr disziplinierte Mannschaftsleistung gesehen, speziell in den ersten 30 Minuten. Wir haben die Seiten gut zugemacht und wieder wesentlich vertikaler und schneller nach vorne gespielt. Es ist wichtig, dass wir verschiedene Systeme beherrschen. Ich habe nicht gewusst, dass Timmy so hoch springen kann. Vielleicht hatte er Sprungfedern in den Schuhen (schmunzelt). Ich freue mich nicht nur über das Ergebnis, sondern auch über das Auftreten, wofür sich die Mannschaft ein Kompliment verdient hat.

Timothy Chandler: Hoffenheim ist so etwas wie mein Lieblingsgegner in der Bundesliga, gegen keinen Gegner habe ich öfter getroffen (lacht). Wir haben im Trainingslager täglich hart an unserer Kompaktheit gearbeitet und viel miteinander gesprochen. Wir haben meiner Meinung nach einen großen Schritt nach vorne gemacht. Heute hat jeder für jeden gekämpft. Das hat uns in der Vergangenheit stark gemacht und das müssen wir auch beibehalten.

Mijat Gacinovic: Es ist klar, dass noch nicht alles funktionieren kann, aber wir haben viele gute Ansätze gezeigt. Wir haben daran gearbeitet, mehrere Systeme zu beherrschen. Dass wir das können, haben wir heute bewiesen. Ich hoffe, dass wir diesen Schwung mitnehmen. Wir dürfen jetzt natürlich nicht nachlassen und müssen weiterkämpfen. Nur so und als Mannschaft können wir in der Bundesliga bestehen. Wenn wir so auftreten wie heute, haben wir gegen jeden Gegner eine Chance.

Kevin Trapp: Ich habe drei Monate intensiv an meinem Comeback gearbeitet, freue mich über meine heutige Rückkehr und bin noch glücklicher, weil wir heute gewonnen haben. In unserer Situation ist es wichtig, hinten kompakt zu stehen. Das ist uns gelungen. Daran haben wir in den vergangenen Wochen gearbeitet, das hat sich heute auf dem Platz widergespiegelt. Vorne sind wir immer dazu in der Lage, ein Tor zu schießen. Diesmal haben wir auch hinten wieder ein anderes Gesicht gezeigt. Wir haben unsere Hausaufgaben erledigt und das Spiel gewonnen.

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): Wir müssen entweder die Tore machen oder sie besser verteidigen. Das Ergebnis geht in Ordnung. Wir hatten in der ersten Halbzeit Probleme, waren schwach im Ballbesitz, haben mit zu wenig Mut und zu wenig Tempo gespielt. Die zweite Halbzeit lief besser. Das zweite Gegentor haben wir nicht gut verteidigt. Wir konnten uns am Ende zu wenige Chancen erspielen, auch weil wir den zweiten Pfosten schlecht genutzt haben. Defensiv hatten wir weniger Probleme, außer wenn Frankfurt schnell umgeschaltet hat.

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