Die Saisoneröffnungsfeier am kommenden Sonntag, 14. August 2016, rückt allmählich näher – Zeit für uns, Euch einen weiteren Neuzugang ausführlich vorzustellen.

Der Linksverteidiger Taleb Tawatha wurde am 21. Juni 1992 in Dschisr az-Zarqa geboren. Dschisr az-Zarqa liegt in Israel an der Mittelmeerküste. In der arabisch geprägten Kleinstadt leben heutzutage ungefähr 15.000 Einwohner. Tawathas Vater ist aus dem Sudan nach Israel eingewandert, daher besitzt Tawatha neben der israelischen auch die sudanesische Staatsbürgerschaft. Die Mutter des Eintracht-Neuzugangs ist eine arabische Israelin.

Jugend- und Profi-Karriere bei Maccabi Haifa

Bereits seit seiner Jugendzeit lief Tawatha für Maccabi Haifa auf, einem der bekanntesten Vereine in Israel, bei dem unter anderem der frühere Bremer Ludovic Obraniak spielt. Auch die Eintracht hat mit Maccabi Haifa schon die Wege gekreuzt: Im Jahre 1998 gewannen die Hessen ein Testspiel gegen die Mannen aus Israel mit 2:1 (0:0). Mehr Infos zu dem Kick findet Ihr auf eintracht-archiv.de, und zwar hier.

Doch zurück zu Tawatha: Der Linksfuß erzielte in insgesamt 177 Spielen für Maccabis Herren-Team sechs Tore und bereitete sieben weitere Buden vor. Zu diesen Spielen zählen nicht nur Liga-Spiele. Tawatha kam auch einmal in der Champions League, sechsmal in der Champions-League-Qualifikation (eine Torvorlage), 13-mal in der Europa League (ein Tor, zwei Vorlagen) und viermal in der Europa-League-Qualifikation (eine Torvorlage) zum Einsatz. Tawatha verfügt also trotz seines jungen Alters schon über einige internationale Erfahrung.

Auch für die israelische Nationalmannschaft lief Tawatha bereits fünfmal auf. Zudem kam der 1,76 m große Spieler zu mehreren Einsätzen in Jugendnationalmannschaften Israels. Zu seinen größten Erfolgen mit Maccabi Haifa zählen die israelische Meisterschaft 2011 und der israelische Pokalsieg 2016.

Wechsel zur SGE

Bei der Eintracht hat Tawatha einen Dreijahresvertrag unterschrieben, der bis zum 30. Juni 2019 läuft. SGE-Sportdirektor Bruno Hübner sagte im Rahmen der Pressekonferenz, in der Tawatha vorgestellt wurde, dass die Eintracht durch den Weggang von Djakpa eine vakante Position auf der linken Verteidigerposition zu besetzen hatte. „Wir wollten hier eine neue Konkurrenz-Situation schaffen“, so Hübner. Zu Tawathas Stärken zählt Hübner die Schnelligkeit, das Offensivspiel und die Torvorbereitung.

Tawatha, der mit seiner Frau und seinem 1,5 Jahre alten Sohn nach Frankfurt gezogen ist, sagte über einen Dolmetscher, dass er sich sehr freue, in Frankfurt zu sein. Er führte aus: „Ich habe in der Vergangenheit viel von der Eintracht gehört. Ich freue mich auf den Moment, wenn ich das erste Mal auf dem Rasen stehen kann. Zudem möchte ich beweisen, dass sich ein israelischer Spieler in der Bundesliga durchsetzen kann.“

Mit seinen neuen Mannschaftskameraden spricht Tawatha derzeit noch überwiegend Englisch. Allerdings will er schnell die deutsche Sprache lernen, um sich besser integrieren zu können. Dafür hat Tawatha in der Vorbereitung leider mehr Zeit gehabt, als ihm und uns allen lieb ist. Der Neuzugang musste aufgrund eines leichten Leistenbruchs operiert werden.

Wir wünschen eine gute und schnelle Genesung und heißen Dich in Frankfurt am Main herzlich willkommen, Taleb Tawatha! Wir wünschen Dir eine schöne und erfolgreiche Zeit bei unserer Eintracht.

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