Das Trainingslager in Abu Dhabi steht kurz vor dem Ende. Sport-Vorstand Fredi Bobic sowie die Co-Trainer Robert Kovac und Armin Reutershahn ziehen Bilanz.

Robert Kovac
Entspannt am vorletzten Tag des Trainingslagers (v.l.): Robert Kovac, Armin Reutershahn und Fredi Bobic.

Für einen Schwaben waren die Bedingungen fast schon zu perfekt, scherzt Fredi Bobic. „Es gab gar nichts zu meckern. Noch nicht mal der Pudding war schlecht“, ist der Sport-Vorstand gut gelaunt am vorletzten Tag des Trainingslagers. „Okay, einmal war Nebel“, fügt er noch an, wobei dies natürlich nicht ganz ernst gemeint ist - es konnte uneingeschränkt trainiert werden. Die Bedingungen für die Frankfurter waren perfekt. „Man merkt, dass wir zum fünften Mal da waren und alle Abläufe im Hotel eingespielt sind“, ergänzt Bobic, der sich auch freut, dass am Donnerstag mit dem Besuch der weißen Moschee auch der kulturelle Teil nicht zu kurz gekommen ist. „Das war beeindruckend, diese Größe zu sehen und etwas von der Geschichte zu erfahren." Die 2007 eröffnete Moschee ist die größte in den Vereinigten Arabischen Emiraten und bietet 40.000 Gläubigen Platz.

Sportlich gesehen seien die Ziele erreicht worden, sagte Robert Kovac. „Wir wollen uns verbessern und haben intensiv daran gearbeitet. Schon im Testspiel gegen die Chinesen haben wir gesehen, dass eingeübte Dinge zu Torchancen geführt haben“, sagt der Bruder des Chef-Trainers. Diesen plagt momentan eine Erkältung. „Er soll sich ausruhen, damit er die Rückreise antreten kann. Bis zum ersten Spiel haben wir Niko wieder aufgepeppelt“, erzählt Robert Kovac.

Dass nicht alle Spieler das volle Programm auf dem Platz absolvieren konnten, stört Fredi Bobic nicht. „Man muss nicht auf dem Platz stehen, um den Körper in Schwung zu halten. Es gibt verschiedene Trainingsformen, zum Beispiel arbeiten wir auch auf dem Rad an den Grundlagen.“ Zudem haben alle Spieler die taktischen Ideen des Trainerteams mitbekommen. „Das ist wichtig“, meint Armin Reutershahn. Alle Adlerträger hätten in jedem Fall gut mitgezogen. „Auch der Zeugwart ist mit mir morgens um 7.30 Uhr laufen gewesen“, erwähnt Bobic und dokumentiert damit, dass auch das Team hinter dem Team Einsatzwille vorlebt. „Würden das nicht alle machen, könnten wir es nicht von den Spielern verlangen.“

Positiv fällt auch das Fazit aus, wenn es um die Präsenz des 16-jährigen Sahverdi Cetin geht. Bobic und Robert Kovac betonen, dass man weiter der Linie treu bleibe und junge Spieler zu den Profis holen werde. „Es ist wichtig, dass sich solche Jungs bei uns zeigen. Sahverdi hat die Chance bekommen, er hatte es sich verdient. Wir werden seinen Weg weiter verfolgen, damit wir sehen, wie wir ihn besser machen können. Und natürlich soll er nicht der einzige junge Spieler sein, der seine Möglichkeit bei uns erhält.“ Für Cetin geht’s in etwas mehr als einer Woche schon wieder in den Nahen Osten, zu einem Jugendturnier in der Aspire Academy in Doha.

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