Nach dem Empfang im Emirates Palace am Vorabend hat Vorstandsmitglied Axel Hellmann am Donnerstag in Abu Dhabi offiziell eine neue Partnerschaft verkündet und darüber gesprochen, welche Aktivitäten Eintracht Frankfurt in Abu Dhabi in Zukunft unternehmen wird.

Axel Hellmann
Überreichen beim Empfang Trikot und Wimpel an Mohamed All Al Maskari (Al Maskari Holding/Mitte): Vorstandsmitglied Axel Hellmann (l.) und Trainer Niko Kovac.

Den Rahmen beim Empfang mit 150 prominenten Gästen im Emirates Palace nutzten Eintracht Frankfurt und die Al Maskari Holding eine langfristig angelegte Zusammenarbeit bekanntzugeben. Die AMH ist ein multinational agierender Mischkonzern, der eine sechsstellige Anzahl an Mitarbeitern beschäftigt. Angeführt wird dieser von Dr. Sheikha Al Maskari aus einer der angesehensten und bedeutsamsten Familien in Abu Dhabi, die als erste arabische Frau eine solche große Firma führt. Dr. Sheikha Al Maskari sei ein lebendes Beispiel für die positive Entwicklung des Landes, führte Hellmann aus. „Das Land macht eine positive Entwicklung durch, es liberalisiert sich. Die Emirate beheimaten 90 Prozent Ausländer, alle Glaubensrichtungen werden hier toleriert, es ist ein sicherer Hafen und stabilisierender Faktor in einer schwierigen Region.“

Hellmann erklärte am Donnerstag die Zielsetzungen dieser Partnerschaft. „Wir wollen Kinder und Jugendliche in Abu Dhabi dazu bringen, sich sportlich mehr zu engagieren. Wir wollen die Werte des Sports vermitteln und aufzeigen, dass sportliche Aktivität und Teamsport das ganze Leben bereichern können“, sagt Hellmann. Ein Kernproblem in den Vereinigten Arabischen Emiraten seien Diabetes und Herzerkrankungen. Der Staat habe zur Prävention ein breites Programm ins Leben gerufen, um mehr Kinder und Jugendliche zum Sport zu bringen. „Das haben sich auch die Al Maskaris auf die Fahne geschrieben“, berichtet Hellmann. "Unsere Aufgabe der Partnerschaft ist der Aufbau und Ausbau des Sportprogramms. Dafür werden Trainer von Eintracht Frankfurt angestellt, die in den Emiraten sowohl mit den Kindern und Jugendlichen arbeiten als auch Trainer aus den Emiraten aus- und fortbilden. Zu der Partnerschaft gehören aber auch Werbeleistungen, die in Frankfurt und Abu Dhabi sichtbar sein werden. Wir wollen hier kontinuierlich arbeiten, um noch mehr Kinder und Jugendliche nicht nur für den Fußball, sondern für den Sport allgemein zu begeistern“.

Eintracht Frankfurt steht bereits seit über fünf Jahren mit der Familie Al Maskari in Kontakt. Sie hatten schon geholfen, das Testspiel im ersten Trainingslager in Abu Dhabi 2013 gegen Al Jazira zu vermitteln. Mit einem Schmunzeln erzählt Axel Hellmann die Anekdote, dass die Araber seinerzeit gleich Alex Meier behalten wollten, nachdem dieser zwei Tore bei der 2:3-Niederlage der Frankfurter geschossen hatte. „Das haben wir natürlich nicht zugelassen“, lacht Hellmann.

Die fünfjährige Präsenz in der Vereinigten Arabischen Emirate bewertet Axel Hellmann als Erfolg. „Wir vertreten Deutschland und die Bundesliga hier in dieser Region. Wir genießen in Abu Dhabi einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert, was sich nicht nur daran ablesen lässt, dass wir hochkarätige Gäste aus den Emiraten auf unserem Empfang begrüßen durften, sondern auch, dass der deutsche Botschafter uns einen offiziellen Besuch abstattete." Unabhängig von der Präsenz der Profimannschaft werde man weiterhin mit Eintracht Frankfurt vor Ort sein und die bestehenden Initiativen fortsetzen und vertiefen. „Wir sind hier Teil des öffentlichen Lebens geworden. Das wollen wir ausbauen.“

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