Auf dem Platz wird Djibril Sow ein großer Aktionsradius nachgesagt. Auch in seinem ersten Eintracht-Interview beweist der 22-Jährige große Ausdauer.

Djibril Sow zeigt sich stolz, bei einem Traditionsverein wie der Eintracht unterschrieben zu haben.
Djibril Sow zeigt sich stolz, bei einem Traditionsverein wie der Eintracht unterschrieben zu haben.

Herzlich Willkommen bei der Eintracht, Djibril! Wie fühlst du dich kurz nach dem Wechsel?
Es macht mich richtig stolz, bei einem großen Traditionsverein wie Eintracht Frankfurt unterschrieben zu haben. In der Schweiz hatte ich bereits viel Gutes über den Verein gehört. Aber als ich gerade das Stadion gesehen habe, war das nochmal ein Stück beeindruckender.

Was hat am Ende den Ausschlag zugunsten der Eintracht gegeben?
Die großartigen Leistungen in der Europa League sind uns auch in der Schweiz nicht verborgen geblieben. Auch ist es kein Geheimnis, dass ich Adi Hütter noch aus unserer gemeinsamen Zeit in Bern kenne. Die Mannschaft macht insgesamt einen sympathischen Eindruck. Ich denke, ich finde hier das perfekte Umfeld vor, um mich weiterentwickeln zu können.

Was genau zeichnet die Mannschaft in deinen Augen aus?
Ich habe den Eindruck, dass die Eintracht geschlossen an einem Strang zieht und immer etwas reißen möchte, vergleichbar mit dem Teamgeist in Bern. Das ist ein Grund, weshalb ich mich für die Eintracht entschieden habe.

Als welchen Spielertyp würdest du dich beschreiben?
Ich bin einer, der auf dem Platz gerne die Sau rauslässt, sehr dynamisch agiert und der Mannschaft über eine große Laufbereitschaft helfen möchte.

Trotz deiner erst 22 Jahre hast du schon einiges erlebt. Was würdest du als deine bisherigen Karrierehighlights bezeichnen?
Ganz klar die beiden Meisterschaften 2018 und 2019 mit den Young Boys. Es war unglaublich, mit dieser Truppe nach 32 Jahren den Titel zu holen.

Du hast Adi Hütter angesprochen. In welchem Verhältnis stehst du zu deinem alten, neuen Trainer?
In einem sehr guten. Denn Adi war mein erster Trainer in meiner ersten richtigen Profisaison. Die Zusammenarbeit mit ihm hat mich extrem weitergebracht. Unter ihm konnte ich einen großen Schritt machen, mit dem Meistertitel als Krönung.

Hattet ihr vor deinem Wechsel nach Frankfurt Kontakt?
Ja, wir haben ein, zwei Mal telefoniert. Er hat mir zugesichert, dass er mich gerne in seinem Team sehen und mich gerne weiterentwickeln würde.

Als was für einen Trainer hast du ihn in Bern erlebt?
Er ist sehr fordernd und strebt immer danach, das Beste herauszuholen. Das gefällt mir und ist aktuell genau das richtige für mich! Auch kommt mir entgegen, dass er gerne offensiv spielen lässt.

Du konntest für Borussia Mönchengladbach etwas Bundesliga- und Pokalluft schnuppern. Was macht den deutschen Fußball für dich so reizvoll?
Dafür muss man sich allein all die Stadien und die Fankultur anschauen, die mit der Schweiz nicht zu vergleichen sind. In dieser Hinsicht bewegt sich Deutschland international unter den Top Drei. Dazu ist die individuelle Klasse der Spieler nochmal eine andere.

Du triffst in Frankfurt mit Gelson Fernandes auf einen alten Bekannten aus der Nationalmannschaft. Hast du dich zuvor bei ihm über die Eintracht erkundigt?
Selbstverständlich! Gelson hat geschwärmt von der Eintracht und immer wieder gesagt: Du musst zu uns kommen! Er ist ein super Typ und enger Freund, auf dessen Unterstützung ich am Anfang sicher zählen kann.

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