Auch der FC Luzern konnte sein erstes Spiel beim Uhrencup nicht gewinnen. Und wie die Eintracht fiebern die Schweizer der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Europa League entgegen.

Situation

Im ersten Spiel des Uhrencups musste sich die Mannschaft von Trainer Adi Hütter gegen dessen ehemaligen Verein deutlich mit 1:5 geschlagen geben. Im zweiten und letzten Spiel der Eintracht beim ältesten internationalen Vorbereitungsturnier treffen die Adler mit dem FC Luzern auf das nächste Team aus der Schweizer Super League.

Formkurve

Die vergangene Saison beendeten die Leuchten auf Platz fünf in der Liga. Somit starten die Schweizer, genau wie Eintracht Frankfurt, in der zweiten Qualifikationsrunde der UEFA Europa League. Beim Auftaktspiel des Uhrencups trennten sich die Zentralschweizer vom Premier-League-Klub Crystal Palace zunächst 1:1, ehe die Londoner im folgenden Elfmeterschießen mit 6:5 die Oberhand behielten. In der zweiten Spielminute war es der 28-jährige Belgier Christian Benteke, der die Engländer auf Vorarbeit des ehemaligen Schalkers Max Meyer mit 1:0 in Führung brachte, ehe vier Minuten später der Ausgleich durch Pascal Schürpf erfolgte.

Trainer

Seit Februar 2019 ist Thomas Häberli Chefcoach des FC Luzern. Der 45-jährige Schweizer ist in der Super League kein unbekanntes Gesicht. Häberli war als aktiver Spieler unter anderem beim FC Basel sowie dem BSC Young Boys unter Vertrag. Der ehemalige Stürmer absolvierte zwischen 2000 und 2009 267 Spiele für Bern, wo ihn auch eine Trainervergangenheit mit Adi Hütter verbindet – wenn auch nicht als Chefcoach der Profis, sondern der U18 sowie zeitweise als Assistenztrainer der ersten Mannschaft. Dort empfahl er sich für den FC Basel, von wo er nach diversen Posten im Februar in Luzern anheuerte.

Taktiktafel

Am häufigsten lässt Häberli seine Jungs im 4-2-3-1-System agieren. Mit Zwei Sechsern vor der Viererkette haben die vier Offensivspieler eine stabile Absicherung und können sich auf das Angriffsspiel konzentrieren. Über die Flügel machen die Außenverteidiger wie auf der rechten Seite Christian Schwegler Betrieb. Der Bruder des ehemaligen Eintracht-Kapitäns Pirmin verbuchte im abgelaufenen Spieljahr wettbewerbsübergreifend sechs Vorlagen. Im Zweifel sorgt der Routinier mit einer Einwurf-Reichweite von bis zu 35 Metern für Gefahr. Ein Akteur wird dem FC Luzern aber definitiv fehlen: der Schweizer Ruben Vargas schloss sich in dieser Transferphase dem FC Augsburg an und wird somit nicht dabei sein.

Spieler im Fokus: Blessing Eleke

Im Juli vergangenen Jahres verstärkte sich der FC Luzern mit dem nigerianischen Stürmer Blessing Eleke für kleines Geld aus Israel vom FC Ashdod. Nach einer Saison und 17 Pflichtspieltoren machte der 1,90 Meter große Angreifer nachhaltig auf sich aufmerksam. Einziger Wermutstropfen aus persönlicher Sicht: Die Nichtberücksichtigung beim diesjährigen Afrika-Cup in Ägypten. Insofern wartet auf die Eintracht-Defensive der nächste Härtetest gegen den offensiv variabel einsetzbaren 23-Jährigen.

 

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