Unter angenehmen spätsommerlichen Bedingungen bringen sich die Adler am Mittwochabend unweit des Stadtkerns von Guimaraes in Schwung.

Vor dem Estádio Dom Afonso Henriques ragt eine überdimensionierte Ritterstatue empor, doch die einschüchternde Wirkung hält sich bei Adlerträgern in Grenzen, als sie am Mittwochabend ihr Abschlusstraining in der Spielstätte des Vitória SC abhalten. Der guten Laune zwischen Flutlicht und Blitzlichtgewitter der in den ersten 15 Minuten anwesenden Medienvertretern tat auch die Personalsituation keinen Abbruch. So waren die verletzten Fixpunkte David Abraham, Kevin Trapp, Makoto Hasebe sowie der gesperrte Dominik Kohr nicht mit nach Portugal gereist, während sich Sebastian Rode trotz Daumenbruchs quietschfidel präsentierte. Der Stimmungsvorteil des straffen 19-Mann-Kaders: Alle Akteure können sich ihrer Spieltagsnominierung sicher sein, einzig von den drei Torhütern gilt es noch einen zu streichen. Vorsichtshalber war Nachwuchstorhüter Max Hinke, nominell auf der B-Liste, mitgeflogen.

Allzu nachhaltige Eindrücke lieferte die Anfangsviertelstunde letztlich kaum. Als Teile der Eintracht-Delegation das Stadiongelände verlassen, fährt gerade der Mannschaftsbus der Hausherren heran. Seitlich prangt der nächste dunkelgraue Eisenhelm, auf der Heckseite steht in dicken Lettern „Conquistadores“, zu portugiesisch: Eroberer, geschrieben. Eine etwas andere Ansage. Aber wie Goncalo Paciencia in der Nähe seiner Heimat Porto entgegenzusetzen weiß: „Wir sind Eintracht und müssen uns vor niemandem verstecken.“


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