Die Adler legen beim Start in die Trainingswoche die Grundlage, um ihr zum Jahresauftakt erlangtes Leistungslevel konstant zu bestätigen.

Sieben Spiele erwarten die Hessen allein im Februar, darunter zwei Englische Wochen. Insofern wirkt die Vorbereitung auf das erste von zwei Kräftemessen mit Leipzig binnen knapp zwei Wochen fast luxuriös, immerhin können sich die Frankfurter Profis vier volle Tage gezielt auf den Spitzenreiter einstellen.

Gegen die Bullen aus Sachsen wie aus Salzburg wird mit verhältnismäßig hohen und intensiven Pressingphasen zu rechnen sein. Dass die Adlerträger durchaus imstande sind, die Orientierung zu wahren, bewiesen sie am Anfang, als es für vier verschiedenfarbig gekleidete Fünferteams in einer Laufkoordinationsübung darum ging, auf Zuruf aus dem Getümmel die richtige Spielfeldmarkierung anzusteuern.

Kamada im Aufbautraining

Immer größeren Durchblick verspricht auch das sich lichtende Lazarett. So zählten außer den Langzeitverletzten die wiedergenesenen Marijan Cavar und Sahverdi Cetin zur Trainingsgruppe, die Sebastian Rode erst gegen Ende leicht humpelnd beenden musste. Die während des Abschlussspiels im Vollgasmodus befindlichen Kollegen schenkten sich nichts. Daichi Kamada hingegen zieht nach seiner Bänderverletzung schon wieder sein individuelles Aufbauprogramm durch. 

Gründe gab es also genug, bei bester Laune zu Werke zu gehen. Die Fußballer lachten weitgehend mit der im Stadtwald strahlenden Sonne um die Wette. „Nach der gegen Hoffenheim beendeten Durstrecke möchten wir die gute Stimmung natürlich so lange wie möglich beibehalten“, bekräftigt der in Sinsheim über 90 Minuten überzeugende Almamy Toure. „Das muss auch für unsere Leistungen gelten.“ Weshalb die zurückgekehrte Lockerheit der Konzentrationsfähigkeit keinen Abbruch tat, was der Verteidiger im Training als nicht weniger wichtig empfindet als im Spiel und bei sich selbst Steigerungspotential einräumt. Die Sinne schärfte auch Armin Reutershahn, indem der Assistenztrainer während der Passformen energisch wiederholend „Passschärfe“ und „Absetzen“ einforderte.

Die Personaldecke wächst also wieder, die Anforderungen ebenso – und in den kommenden Wochen und Monaten am liebsten auch das Punktepolster. Bis dahin stehen eine Doppelschicht am Mittwoch sowie je eine Einheit am Donnerstag und Freitag an, allesamt nicht öffentlich.

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