Vor dem zweiten Spiel binnen vier Tagen spricht Cheftrainer Adi Hütter über das bevorstehende Nachbarschaftsduell und das Geheimnis seiner Trainingssteuerung.

Guter Dinge: Adi Hütter imponiert die Leistungsfähigkeit seiner Truppe.
Guter Dinge: Adi Hütter imponiert die Leistungsfähigkeit seiner Truppe.

Adi Hütter über…

…die Personalsituation: Außer den Langzeitverletzten sind alle Mann an Bord. Nachdem sich gegen Leverkusen niemand zusätzlich verletzt hat, können wir sozusagen aus dem Vollen schöpfen. Auch wenn Makoto Hasebe zuletzt gelaufen ist, bedeutet das nicht, dass er spielfit ist. Er ist für die restlichen beiden Spiele bis zur Winterpause kein Thema. Bei David Abraham hatten wir bis zuletzt die Hoffnung, dass er für das Spiel gegen die Bayern fit wird, aber er wird wohl auch ausfallen.

…den kommenden Gegner Mainz: Mainz ist zu Hause eine andere Mannschaft als auswärts. Sie spielen körperbetont, führen viele Zweikämpfe, spielen mit einer Raute im Mittelfeld und sind mit Jean-Philippe Mateta im Sturm sehr kopfballstark. Ich gehe davon aus, dass die Spieler von Mainz sehr heiß sind, aber auch wir sind gut drauf. Ich erwarte ein interessantes Spiel. Dass die Eintracht in Mainz noch nie gewonnen hat, mache ich nicht großartig zum Thema. Jedes Spiel ist ein neuer Anlauf, um eine Serie zu durchbrechen. Dafür brauchen wir ein sehr gutes Spiel, müssen den Kampf ab der ersten Minute annehmen. Wie wir gegen Leverkusen bewiesen haben, sind wir physisch weiter gut drauf. Wenn wir eine ähnliche Laufleistung wieder hinbekommen, bin ich guter Dinge.

…die Doppelbelastung: Mir ist wichtig, dass wir nicht nur gute Fußballspieler haben, sondern auch gute Athleten. Wir bemühen uns, auch während der Regeneration alles zu unternehmen, dass die Spieler für das nächste Spiel auf den Punkt fit sind. Die physischen Topleistungen wie gegen Leverkusen sind ein Merkmal unserer Mannschaft.

…die Vertragsverlängerung von Gelson Fernandes: Zuallererst freut es mich, dass zudem auch Makoto Hasebe und Marco Russ vorzeitig verlängert haben. Alle drei sind Schlüsselspieler, die für ein Team extrem wichtig sind. Auch Gelson hat sich das verdient. Er macht die Drecksarbeit, stopft Löcher, ist insgesamt ein toller Typ und beherrscht mehrere Sprachen.

…seine Trainingssteuerung: Es ist immer wichtig, ein Feedback von den Spielern zu bekommen und Gespräche mit den Führungsspielern zu führen. Daraufhin haben wir etwa vor dem Spiel gegen Leverkusen anstatt zu trainieren einen Spaziergang gemacht. Dabei hilft mir auch die Erfahrung der vergangenen vier Jahre, als ich mit meinen Mannschaften ebenfalls international vertreten war, um in den richtigen Momenten die richtigen Entscheidungen zu treffen.

…die Winterpause: Zunächst freue ich mich auf die nächsten beiden Spiele, die in dieser Woche über allem stehen. Danach kann ich im Kreise der Familie etwas durchschnaufen, um Kräfte zu mobilisieren, zu reflektieren und dann voller Energie zurück nach Frankfurt zu kommen und die Rückrunde anzugehen.


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