Vor dem Abflug nach Bremen spricht Cheftrainer Adi Hütter über seine Erwartungen an der Weser, die Sperre von Gelson Fernandes und die bevorstehenden Wochen.

Glaubt an eine Leistungssteigerung: Cheftrainer Adi Hütter.
Glaubt an eine Leistungssteigerung: Cheftrainer Adi Hütter.

Adi Hütter über…

…seine Analyse des Freiburg-Spiels: Wir haben Eigenschaften vermissen lassen, die uns in der Vergangenheit ausgezeichnet haben, waren weniger griffig und diszipliniert als gewohnt. Mir hat nicht gefallen, dass wir dem Ball hinterhergelaufen sind, insbesondere weil wir zuhause gespielt haben. Am Ende des Tages kommt es aber auch darauf an zu gewinnen, das ist uns gelungen. Wir haben unter der Woche im technisch-taktischen Bereich gearbeitet, das möchten wir morgen auf den Platz bringen.

…die Personalsituation: Wir haben immer betont, dass falls sich ein Spieler verändern möchte, wir eine gemeinsame Lösung finden werden. Das war nun bei Carlos Salcedo der Fall. Das Transferfenster hat noch ein paar Tage geöffnet, deshalb kann in beide Richtungen noch etwas passieren, auch wenn ich dafür nicht der richtige Ansprechpartner bin. Insgesamt bin ich mit dem Kader zufrieden. Für das Wochenende ist Mijat Gacinovic wieder komplett hergestellt und damit eine Option.

…den Ausfall von Gelson Fernandes: Grundsätzlich gibt es während einer Saison immer Phasen, in denen der eine oder andere Spieler gesperrt ist. Gelson hat es zuletzt gut gemacht und wird auch nach Bremen wieder in den Kader rutschen. Wir haben für morgen Spieler, die Gelson ersetzen können, wenn auch auf eine andere Weise. Dafür haben wir auf der Sechser- und Achterposition unterschiedliche Spielertypen und taktische Möglichkeiten parat.

…den kommenden Gegner SV Werder Bremen: Werder hat eine starke, versierte Offensive mit Spielern, die immer für ein Tor gut sind. Nicht umsonst hat Bremen als einziger Bundesligist in dieser Saison in jedem Spiel getroffen. Dazu spielen im Mittelfeld mit Davy Klaassen und Nuri Sahin Spieler, die den tödlichen Pass spielen können. Trotzdem müssen wir uns auf verschiedene Formationen einstellen, weil Florian Kohfeldt gerne Spieler und Systeme wechselt. Bremen ist sehr heimstark, hat ein tolles Publikum und ein gutes erstes Rückrundenspiel in Hannover gezeigt. Nichtsdestotrotz konzentriere ich mich auf unsere Mannschaft. Wir müssen Antworten finden, sind gewappnet und in der Lage, auswärts zu gewinnen. Es treffen zwei spielstarke Mannschaften aufeinander.

…die bevorstehenden Englischen Wochen: Für mich war es wichtig, nach der Niederlage vor der Winterpause mit einem Sieg sofort in die Spur zurückgefunden zu haben. Wir haben in den kommenden Wochen Spiele vor der Brust, die hochinteressant sind. Alle Ligagegner sind weit vorne dabei, mit Shakhtar Donetsk erwarten uns in Europa zwei K.o.-Spiele. Danach werden wir sehen, wo wir stehen. Deshalb habe ich nach dem vergangenen Sieg gemahnt: Wenn wir so wie gegen Freiburg spielen, wird es schwer. Aber ich bin davon überzeugt, dass sich die Mannschaft steigern wird.


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