Die Eintracht hat den Vertrag von Sebastian Zelichowski, Leiter Analyse und Sporttechnologie, um fünf weitere Jahre verlängert.

Sebastian Zelichowksi bei der Arbeit mit Cheftrainer Adi Hütter.
Sebastian Zelichowksi bei der Arbeit mit Cheftrainer Adi Hütter.

Eintracht Frankfurt setzt auch beim Team hinter dem Team auf Kontinuität. So hat Sebastian Zelichowski seinen Vertrag um fünf weitere Jahre bis zum 30. Juni 2023 verlängert. Als Leiter Analyse und Sporttechnologie hat der 36-Jährige maßgeblichen Anteil daran, dass die digitale Transformation des Lizenzspielerbereichs in seinem Bereich eingeleitet wurde.

Für Eintracht-Sportvorstand Fredi Bobic ist diese Vertragsverlängerung ein wichtiges Zeichen für die zukünftige Ausrichtung des Klubs: "Sebastian ist ein entscheidendes Puzzleteil bei uns. Wir sind so erfolgreich, weil wir solche Personen wie Sebastian haben, die im Hintergrund mit einem exzellenten Team eine sehr wertvolle Arbeit machen."

Über Lienen in die Bundesliga

Zelichowski kam nur einen Monat nach Bobic zur Eintracht. Zuvor hatte er bereits für weitere Bundesligisten wie den VfB Stuttgart, 1. FC Nürnberg und Hannover 96 gearbeitet. Die ersten Schritte hin zu seinen heutigen Aufgaben ist er vor 18 Jahren unter Ewald Lienen gegangen, der ihm die Chance gab, als Spielbeobachter zu arbeiten. Seitdem hat sich der gebürtige Engelskirchener (Bergisches Land) stetig weiterentwickelt und sorgt nun dafür, dass die Eintracht in der Sporttechnologie zu den Vorreitern in der Bundesliga zählt.

Sebastian Zelichowski verantwortet bei der Eintracht zwei Bereiche. Zum einen arbeitet er mit Marco Schuster, Philipp Schwab und Stephan Degen in der Analyse, zum anderen kümmert er sich gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Steffen Haas um die Entwicklung im Bereich der Sporttechnologie. Hier setzt er die gemeinsam mit Fredi Bobic aufgesetzte Vision, den Verein einer digitalen Transformation zu unterziehen, um.

"Viele neue und innovative Themen umsetzen"

Sebastian Zelichowski sagt über seine Zielsetzung: "Wir müssen ein moderner Traditionsverein sein, der das Ziel hat, immer etwas schneller als die anderen zu sein und die für uns richtigen Lösungen finden. Wir wollen dabei das Beste für Eintracht Frankfurt gemeinsam mit unseren Partnern entwickeln und implementieren. Wir haben in Frankfurt die Chance viele neue und innovative Themen umzusetzen und ich freue mich auf die weiteren Herausforderungen in den kommenden Jahren."

Unter Bobic und Zelichowski hat die Eintracht im sportlichen Bereich ein zentrales Datenmanagement eingeführt, in dem rund 550 Personen integriert sind: Trainer und Spieler von der jüngsten Mannschaft am Riederwald bis hin zu den Lizenzspielern, dazu alle Scouts und im Sport involvierte Personen. Gemeinsam mit einem Innovationspartner wurde eine Plattform entwickelt, die jedem Beteiligten über das Smartphone schnellstmöglich den Zugriff und die Bearbeitung von Daten ermöglicht. Informations- und Kommunikationslücken wurden dabei reduziert, Bedürfnisse der jeweiligen Akteure exakt ermittelt. "Wir haben im Sommer 2016 den Ist-Zustand analysiert. Dann haben wir uns entschieden, unsere Ziele nachhaltig umzusetzen. Das haben wir nun gemacht und nehmen damit eine Vorreiterrolle ein - nicht nur in der Bundesliga, sondern in Mannschaftssportarten weltweit", erklärt Zelichowski.

Dass diese Arbeit im Bereich der Sporttechnologie weltweit anerkannt wird, zeigt die Tatsache, dass Fredi Bobic und Sebastian Zelichowski als Redner und Gesprächspartner auf Veranstaltungen und Kongressen gefragt sind. "Wir können nicht nur über die Theorie reden. Wir haben es gemacht und können die Praxis vorzeigen", betont Zelichowski. Die Vertragsverlängerung mit ihm trägt dazu bei, dass Eintracht Frankfurt den eingeschlagenen Weg in den nächsten fünf Jahren weitergehen wird.

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