Nachdem Düsseldorf den in der Bundesliga erfahrensten gegen den nun unerfahrensten Trainer getauscht hat, gestaltet sich die Vorbereitung für Frankfurt sicher nicht einfacher.

Die Eintracht ist stark ins Jahr 2020 gestartet: Nach dem 2:1-Auftaktsieg im ersten Spiel der Rückrunde bei der TSG Hoffenheim konnte Frankfurt durch ein leidenschaftlich erkämpftes 2:0 gegen den Tabellenführer aus Leipzig vor heimischer Kulisse gleich noch ein großes Ausrufezeichen oben drauf setzen. Der kommende Gegner ist weniger erfolgreich aus den Startblöcken gekommen und steht nach zwei Niederlagen (0:1 gegen Bremen, 0:3 gegen Leverkusen) auf dem letzten Tabellenplatz. Nicht die einzigen Trends, die in unterschiedliche Richtungen zeigen.

Verhindertes Ehrentreffen

Mit Fortuna Düsseldorf trifft die Eintracht am Samstag auf einen ihrer Lieblingsgegner. Die vergangenen vier Partien gegen die Fortunen konnten die Hessen alle gewinnen. In der abgelaufenen Saison 2018/19 stand neben den beiden Siegen ein Torverhältnis von 10:1 (!), was nicht zuletzt dem legendären 7:1 in der Commerzbank-Arena zu verdanken war. Da war das Hinspiel der aktuellen Spielzeit schon eine deutlich knappere Geschichte: Am dritten Spieltag stand am Ende ein knapper 2:1-Erfolg der Adler. Dieses Ergebnis bedeutete auch, dass Cheftrainer Adi Hütter seine weiße Weste gegen die Fortuna behielt, gegen die unter seiner Führung bisher ausschließlich Siege gelangen. Ähnlich verhält es sich etwa auch nach dem 18. Spieltag gegen Hoffenheim. Dem gegenüber steht mit Uwe Rösler ein Coach, der hinsichtlich Trainerfahrung in Deutschland das krasse Gegenteil zum am Mittwochvormittag entlassenen Friedhelm Funkel verkörpert. Der gebürtige Neusser, von 2004 bis 2009 selbst bei 194 Partien der SGE in der Verantwortung, musste nach sechs torlosen Bundesliganiederlagen aus den vergangenen acht Partien und Platz 18 seinen Hut nehmen. So wird der letzte Sieg Funkels gegen die Adlerträger zwangsläufig weiter aus der Saison 2002/03, damals noch als Cheftrainer des 1. FC Köln, datieren (3:2). Noch am Dienstagabend war Funkel als Düsseldorfs Trainer des Jahres ausgezeichnet worden, im Oktober erfuhr Hütter die Ehrung zu Österreichs Trainerpersönlichkeit des Jahres. Das Treffen der Geweihten fällt somit aus. Während Hütter im Rheinland vor seinem immerhin 84. Pflichtspiel als Eintracht-Cheftrainer steht, kommt Rösler immerhin auf 96 Bundesligaeinsätze als Spieler, hat aber noch keinerlei Berührungspunkte als Trainer. 

Ausgleichschance

War soeben von einem Lieblingsgegner der SGE die Rede, dann ist dies vor allem auf die bemerkenswerte Heimstatistik gegen die Rheinländer zurückzuführen (19 Siege, sechs Remis, eine Niederlage). Auswärts in Düsseldorf hingegen sind die Hessen hingegen nicht ganz so verwöhnt. Je ein Sieg, eine Niederlage und drei Remis stehen aus den vergangenen fünf Gastspielen zu Buche, während die Gesamtbilanz kaum ausgeglichener sein könnte. So trafen sich die Kontrahenten in Bundesliga, 2. Bundesliga und DFB-Pokal insgesamt 28 Mal, Frankfurt verbuchte neun Siege, neun Remis und zehn Niederlagen. Das bedeutet auch: Gelingt der Mannschaft von Adi Hütter am 20. Spieltag erstmals in dieser Saison der dritte Sieg hintereinander, stünde es statistisch somit komplett pari – und das erste Mal seit 1967 ein Rückrundenstart mit drei Siegen in Serie. Damals vollbracht: durch ein 3:0 gegen Fortuna Düsseldorf.

Zum Spiel

Anstoß: Samstag, 1. Februar, 15.30 Uhr, Bundesliga 2019/20, 20. Spieltag.
Stadion: Merkur Spiel-Arena, Düsseldorf.
HörtippEintrachtFM überträgt ab 15.20 Uhr live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Krombacher präsentiert die Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel.
Krombacher präsentiert die Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel.

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz mit Cheftrainer Adi Hütter. Live zu sehen auf EintrachtTV und Facebookpräsentiert von Krombacher.

3. Spieltag: Eintracht Frankfurt - Fortuna Düsseldorf

Bildergalerie starten: Klicken Sie auf ein Bild
Teilen
Funktionen