Erstmals seit exakt zwei Jahren stürmt Goncalo Paciencia für Portugal und feiert seine Pflichtspielpremiere beim 6:0 gegen Litauen gleich mit einem Treffer.

Goncalo Paciencia trug 90 Minuten zum 6:0 Portugals gegen Litauen bei, traf zum zwischenzeitlichen 4:0.
Goncalo Paciencia trug 90 Minuten zum 6:0 Portugals gegen Litauen bei, traf zum zwischenzeitlichen 4:0.

Mit dem Kantersieg gegen das Schlusslicht der Gruppe B ist der Titelverteidiger nur noch ein Spiel von der Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 entfernt. Die Gäste aus dem Baltikum waren in Faro hoffnungslos unterlegen, wie nicht nur der deutliche Endstand, sondern auch 71:29 Prozent Ballbesitz sowie 35:2 Torschüsse bezeugen. Nach dem Dosenöffner durch Cristiano Ronaldo per Elfmeter (7.) glänzte Paciencia Mitte der ersten Halbzeit erstmals als Vorbereiter für den fünfmaligen Weltfußballer (22.), ehe er nach dem Seitenwechsel selbst als Torschütze in Erscheinung trat, als er nach einem Abschluss Bernardo Silvas goldrichtig stand und den Abpraller zum 4:0 abstaubte (56.). Es war nach dem Nationalmannschaftsdebüt am 14. November 2017 gegen die USA der erste Pflichtspieleinsatz und sogleich die Torpremiere für den Mittelstürmer, dessen Vereinskollege André Silva nicht zum Einsatz kam.

Dass die Iberer noch nicht für die Kontinentalkämpfe planen können, hängt mit dem mühsamen, aber erfolgreichen Auftritt Serbiens gegen Luxemburg zusammen. Das 3:2 in Belgrad entsprach letztlich den knapp überlegenen Kräfteverhältnissen, die der angeschlagen abgereiste Filip Kostic und der nicht zum Einsatz gekommene Mijat Gacinovic jedoch nicht mitgestalten konnten. Somit kommt es am Sonntag, 15 Uhr, zum Gruppenfinale: Serbien empfängt bei einem Punkt Rückstand auf Portugal den bereits qualifizierten Spitzenreiter Ukraine, Paciencia, Silva und Co. sind parallel in Luxemburg gefordert.

Kamada auf WM-Kurs

Unterdessen liegt Daichi Kamada mit Japan nach dem 2:0 bei Kirgistan, dem vierten Sieg im vierten Qualifikationsspiel, weiter auf WM-Kurs. Zwei von acht Schüssen fanden den Weg aufs Tor, beide waren drin. Der offensive Mittelfeldspieler kam nicht zum Einsatz.

Auch das Wochenende steht im Zeichen der Qualifikationskämpfe, angefangen am heutigen Freitag. Djibril Sow tritt mit der Schweiz gegen Georgien an, Frederik Rönnow mit Dänemark gegen Gibraltar und Dejan Joveljic mit Serbiens U21 gegen die Altersgenossen aus Estland. Zudem testet Evan Ndicka mit Frankreichs U20 gegen die Türkei.

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