Nach der 1:2-Heimniederlage gegen Wolfsburg sind die Adlerträger enttäuscht und selbstkritisch. Fazit: In der Defensive hat die Eintracht zu viel zugelassen, und der Gegner hat eine gute Leistung im Stadtwald gezeigt.

Mijat Gacinovic: Wolfsburg hat das sehr gut gemacht und uns das Leben schwer gemacht. Es war ein intensives Spiel. Wir haben bis zum Schluss gekämpft für einen Punkt, es hat leider nicht gereicht. Ein bisschen Pech kam auch hinzu. Wir hatten einen schlechten Tag, das kommt nach all den guten Spielen vor. Wir haben viele Chancen herausgespielt, aber auch viele zugelassen. Es ist normal im Fußball, dass du mal verlierst. Wir sind enttäuscht. Wir wollen jedes Spiel gewinnen. Jetzt haben wir genug Zeit zur Regeneration.

Jetro Willems: Es war ein schweres Spiel. Wolfsburg war nicht viel besser, wir hatten auch unsere Möglichkeiten. Adi Hütter gab mir die Möglichkeit, im Mittelfeld zu spielen. Ich habe es okay gemacht, nicht sehr gut. Ich war an einigen guten Aktionen beteiligt. Der Trainer denkt, dass ich ein Allrounder bin. Das stimmt. Er weiß, was er tut. Er ist ein guter Trainer. Wir sind enttäuscht, aber die Niederlage wirft uns nicht um. Wir können am Samstag wieder drei Punkte holen.

Makoto Hasebe: Wir haben unnötige Gegentore bekommen. Vorausgegangen sind einfache Ballverluste, da waren wir hinten noch nicht organisiert. Das war mehr als zweimal so, wir haben viele Großchancen zugelassen und zweite Bälle zu selten gewonnen. Aber wir hatten auch viele Chancen, diese aber leider bis auf Luka kurz vor Schluss nicht genutzt. Wir müssen weiter hart arbeiten. Wolfsburg hat gut verteidigt und viele lange Bälle abgefangen, unsere Stürmer haben sich schwer getan. Wir müssen am Samstag in Berlin wieder konsequenter sein. Die Kraft hat am Schluss eine Rolle gespielt. Aber wir haben gut gekämpft.

Adi Hütter: Ich bin natürlich enttäuscht, dass wir verloren haben. Aber ich habe kein schlechtes Spiel meines Teams gesehen. Es war insgesamt ein sehr kampfbetontes Duell. In den ersten 25 Minuten hatten wir die Partie sehr gut im Griff, das Tor fiel dann ein wenig entgegen dem Spielverlauf. Mit einem Rückstand in die Halbzeit zu gehen, war ein wenig ungewohnt. Wir wussten, dass es anschließend schwer wird, weil Wolfsburg sehr gut und kompakt verteidigen kann. Bis zum Schluss haben wir toll gekämpft und gearbeitet, dabei aber auch zu viele Konter zugelassen, da wir teilweise zu nachlässig agiert haben. Wir waren nicht so griffig und konsequent wie zuletzt. Dennoch wäre für uns ein Remis drin gewesen – mindestens.

Bruno Labbadia: Bei der Eintracht wird seit Wochen und Monaten sehr gute Arbeit geleistet, davor habe ich großen Respekt. Unser Ziel war es, diesen beeindruckenden Lauf der Eintracht zu beenden. Das war eine große Motivation für uns. Wir haben leider nicht den Fußball auf dem Platz umgesetzt, den wir uns eigentlich vorgenommen haben. Wir wollten ursprünglich noch mutiger hinten raus spielen. Aber dann haben wir unsere Vorgehensweise geändert und sind mehr auf die zweiten Bälle gegangen. Damit hat sich die Mannschaft dann letztlich belohnt. Wir haben tollen Kampfgeist gezeigt und vor allem gegen die drei Stürmer – die eine Körperlichkeit mitbringen, die ich selten bei einem Angriffstrio gesehen habe – super verteidigt. Wir sind sehr froh, dass wir diese drei Punkte mitnehmen konnten – auch wenn klar ist, dass man gegen eine so starke Eintracht immer ein Quäntchen Glück benötigt.

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