Zum Start in die Europapokalwoche spricht Evan Ndicka über die Ausgangslage vor dem Rückspiel gegen Donetsk, die Doppelbelastung sowie die Unentschieden-Serie zu Rückrundenbeginn.

Das Rückspiel gegen Donetsk ist vielleicht das größte Spiel in deiner noch jungen Karriere. Dort gibt es nur hopp oder top. Mit welchem Gefühl geht man dem entgegen?
Das kann man wohl so sagen. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns alle, aber wir müssen es so angehen, wie andere Spiele auch. Wir wissen, um wie viel es geht, und wir wollen unbedingt gewinnen und damit in die nächste Runde einziehen. Trotzdem ist es definitiv nach wie vor eine 50:50-Geschichte. Es wird schwierig für uns, aber auch für sie.

Welche Lehren konntet ihr aus dem Hinspiel in der vergangenen Woche ziehen?
Donetsk hat in der Offensive sehr effizient gespielt, darauf müssen wir aufpassen. Sie haben eine starke Mannschaft. Sie kommen nicht umsonst aus der Champions League. Deshalb wissen wir, womit wir es zu tun haben. Wir müssen deshalb unseren Job machen und zusehen, dass es dann für das Weiterkommen reicht.

Ein 0:0 oder 1:1 würde im Rückspiel zum Weiterkommen reichen. Ist es eine Option, auf Unentschieden zu spielen?
Wir spielen zu Hause. Wir selbst und auch unsere Fans erwarten nicht von uns, auf ein Unentschieden zu spielen. Der Trainer hat uns noch nie vorgegeben, rauszugehen und auf einen Zähler zu spielen, sondern immer auf Sieg. Donetsk wird auf Sieg spielen und wir werden es nicht anders machen.

Wird das ein Spiel der Nerven, in dem man nervöser ist als sonst?
Zittern werden wir nicht. Wir machen uns auf dem Platz keine großen Gedanken darum. Wir nehmen es, wie es kommt und sind einfach voll im Spiel drin. Wir werden versuchen, so zu spielen, wie wir trainieren. Natürlich wird im Stadion eine gewisse Anspannung zu spüren sein. Aber wir kriegen das nicht so direkt mit und müssen ins Positive umwandeln.

Wie ordnest du die vergangenen Spiele mit fünf Unentschieden in Folge ein?
Man muss es positiv betrachten. In der Hinserie haben wir drei Punkte weniger geholt. Alle Gegner waren Top-Mannschaften, die ganz oben stehen. Deshalb waren das in meinen Augen positive Ergebnisse.

Wie müde seid ihr durch die hohe Belastung seit Jahresbeginn?
Natürlich merkt man, dass man in einem Rhythmus von Englischen Wochen ist. Aber dafür haben wir gute Physios. Wir versuchen nach den Spielen gut zu regenerieren und uns zu erholen. Das haben wir ja über einen Großteil der Saison auch schon erlebt. Deshalb sind wir es gewohnt und kommen damit sehr gut zurecht.

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