50 Jahre wurde der Cheftrainer am Dienstag jung. Im EintrachtTV-Interview erklärt Hütter, was sich geändert hat und was nicht, wie sein Leben verlaufen ist und wie er seinen Ehrentag verbringt.

Adi, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Wie fühlst du dich erstmals mit der Fünf davor?
Vielen Dank! Nicht großartig verändert, außer eben mit dem Unterschied, dass zehn Jahre lang eine Vier am Anfang gestanden hatte. Im Rahmen dessen nun hier im Museum der Eintracht zu stehen, ist in jedem Fall etwas Besonderes. Losgelöst von Zahlen fühle ich mich weiterhin jung, das ist das Entscheidende. Das hängt auch damit zusammen, dass ich tagtäglich mit jungen Leuten zu tun habe und mir die Arbeit bei der Eintracht große Freude bereitet.

Wie blickst du auf dein bisheriges Leben zurück?
Auch wenn man sich an die ersten Jahre naturgemäß weniger erinnert, habe ich insgesamt eine tolle Kindheit, Jugend und auch ein schönes Fußballerleben verbracht. Mit 38, 39 Jahren bin ich ins Trainergeschäft eingestiegen. Und wenn ich die vergangenen zehn Jahre für sich betrachte, habe ich auch als Trainer einen erfolgreichen Weg eingeschlagen, der mich bis heute zu einem Bundesligisten und Traditionsverein wie der Eintracht geführt hat.

War dir schon immer klar, dass du beruflich im Fußball landen würdest?
Ich denke schon. Bereits als Kind bin ich mehr dem Fußball als den Frauen hinterhergelaufen (lacht). Es hat sich relativ schnell abgezeichnet, dass ich mein Hobby zum Beruf machen könnte. Mit acht, neun Jahren habe ich in der Schule einen Aufsatz darüber geschrieben, dass mein Traumberuf Fußballer ist. Meine Lehrerin hat dann gemeint, das wäre kein Beruf. Aber ich war anderer Meinung, habe mir das in den Kopf gesetzt und Gott sei Dank auch in die Tat umsetzen können.

Wie verbringst du deinen Ehrentag?
Das Wichtigste ist mir, mit der Mannschaft und dem Staff zusammen zu sein. Deswegen habe ich zwei Trainingseinheiten angesetzt. Abends werde ich mit meiner Tochter, die zu Besuch ist, etwas Essen gehen. Am Mittwoch werde ich die Mannschaft nach dem Vormittagstraining zum Mittagessen einladen.

Was wünschst du dir für das neue Lebensjahr?
Am meisten wünsche ich mir natürliche Werte wie Gesundheit und auch eine gewisse Zufriedenheit damit, meinen Traumberuf bei einem wirklich tollen Verein ausüben zu dürfen. An oberster Stelle steht aber wie gesagt die Gesundheit und ich hoffe, dass es mir noch lange sehr, sehr gut geht und ich weiter so viel Freude im täglichen Umgang und Austausch mit den Menschen finde. Die natürlichen Werte sind mir wichtiger als die materiellen.

Du bist seit 32 Jahren im Profigeschäft tätig. Was empfiehlst du jungen Leuten, die noch am Beginn ihrer Karriere stehen?
Der Konkurrenzkampf ist heute sicher nicht einfacher geworden. Andererseits wird man mittlerweile überall gesehen. Zu meiner Zeit war es schwieriger, entdeckt zu werden. Heute ist das Scouting wesentlich großflächiger und findet bereits in den Nachwuchsleistungszentren statt. Nichtsdestotrotz benötigt jeder Spieler die richtige Einstellung, den unbedingten Willen, mehr zu tun als die anderen. An diesen Grundtugenden hat sich nichts geändert.


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