Heimkehrer, Verletzte, Stürmer. Vitória gegen Eintracht birgt viele Geschichten, alle aufgegriffen auf der Pressekonferenz.

Goncalo Paciencia und Adi Hütter haben großen Respekt vor dem nächsten Gegner, betonten aber auch die eigenen Stärken.
Goncalo Paciencia und Adi Hütter haben großen Respekt vor dem nächsten Gegner, betonten aber auch die eigenen Stärken.

Adi Hütter über…

…die Torhüterposition: Wir wissen alle, dass Kevin morgen an der Schulter operiert wird. Sein Schicksal ist natürlich sehr bedauerlich. Auf der anderen Seite ist das die Chance für Frederik Rönnow, der zuletzt viel Pech gehabt hat. Es ist für ihn eine Möglichkeit zu zeigen, weshalb wir ihn vor über einem Jahr verpflichtet haben. Kevins Rolle müssen wir als Mannschaft auffangen. Freddy genießt unser hundertprozentiges Vertrauen. Natürlich benötigt er Spielpraxis, vielleicht kann er sich morgen schon beweisen.

…die Personalsituation: Sebastian Rode hat eine Spezialschiene bekommen, mit der er schmerzfrei trainiert hat. Gleich haben wir Abschlusstraining, dann werde ich weitere Eindrücke sammeln und über seinen Einsatz entscheiden. Es war grundsätzlich klar, dass Makoto Hasebe nicht jedes Spiel spielen würde. Eventuell hätte er bald eine Pause bekommen, weil Evan Ndicka lange nicht gespielt hat. Dass das durch eine Gehirnerschütterung gezwungenermaßen zustande kommt, ist natürlich eine andere Sache. Aber wir haben genügend Verteidiger. Morgen wird möglicherweise eine ungewohnte Konstellation auflaufen, dennoch kennen alle unsere Prinzipien.

…den Gegner: Vitória hat eine sehr gute Mannschaft. Sie spielen im 4-3-3-System und haben mit Lucas Evangelista einen starken offensiven Mittelfeldspieler. Die Frage wird sein, ob er spielen wird, weil Guimaraes zwischen den Wettbewerben gerne variiert. Generell sind sie spielstark und nach vorne ausgerichtet. Wir müssen mit unseren Mitteln dagegenhalten.

…die eigene Herangehensweise: Wir gehen in jedes Spiel, um zu gewinnen. Vitória ist sehr heimstark, hat in der Quali oft zu Null gewonnen. Es wird kein einfaches Spiel. Beide Seiten stehen mit dem Rücken zur Wand. Wir wollen den Schwung aus dem Berlin-Spiel mitnehmen. Um zu gewinnen, benötigen wir 90 Minuten ein sehr gutes Spiel.

…sein portugiesisch geprägter Sturm: Portugal ist zwar ein kleines Land, aber eine große Fußballnation. Goncalo Paciencia haben wir vor einem Jahr gescoutet und für gut befunden. André Silva ist im Zuge des Tauschs mit Ante Rebic zu uns gestoßen. Bas Dost ist in Portugal hervorgestochen, er kennt die Bundesliga. Alle drei können Tore erzielen und ich bin froh, diese Spieler in vorderster Front zu wissen.

Goncalo Paciencia über…

…den Gegner: Wir wissen, dass sie guten Fußball spielen. Vitória ist ein Traditionsverein, immer im europäischen Wettbewerb dabei. Die Menschen, die hier arbeiten, sind sehr leidenschaftlich und unterstützen ihre Mannschaft mit voller Hingabe. In der Liga stehen sie durchweg unter den ersten sechs. Sie sind ein schwerer Gegner. Aber wir sind Eintracht und müssen uns vor niemandem verstecken.

…die Konkurrenz im Angriff: Die hatte ich auch schon beim FC Porto. Das ist immer gut, weil so jeder mehr Leistung bringt und verpflichtet ist, sich stets zu verbessern. Nicht zu vergessen, dass wir mit Dejan Joveljic sogar einen vierten Stürmer haben. Ich bin natürlich froh, wenn ich von Anfang an spiele. Ich arbeite sehr hart, um diese Chance zu erhalten.


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