Auch aufgrund einer Sperre kam Kohr zuletzt seltener zum Zug. Der Neuzugang möchte daraus lernen, aber seinen Stil nicht grundlegend ändern.

Dominik Kohr gefiel die Niederlage in Gießen zwar nicht, dennoch sind dem Mittelfeldspieler Pflichtspielerfolge im Zweifel wichtiger.
Dominik Kohr gefiel die Niederlage in Gießen zwar nicht, dennoch sind dem Mittelfeldspieler Pflichtspielerfolge im Zweifel wichtiger.

Dominik, freust du dich schon auf die Begegnung am Freitag gegen Leverkusen?
Daran besteht kein Zweifel, da ich selber viele Jahre in Leverkusen aktiv war. Davon losgelöst ergibt es die aktuelle Tabellensituation, dass wir mit einem Sieg an Leverkusen vorbeiziehen können. Ich traue uns ein 2:0 zu.

Wie sieht dein persönlicher Kontakt zu Lukas Hradecky aus? Vor deinem Wechsel zur Eintracht hat er sich sehr positiv über dich geäußert.
Mein Verhältnis zu Lukas ist sehr gut. Wir sind schon seit meiner Zeit in Leverkusen befreundet. Ich denke, dass wir nach dem Spiel am Freitag auf jeden Fall sprechen werden.

Leverkusen ist eine sehr offensivstarke Mannschaft. Mit welcher Taktik wollt ihr ihnen gegenübertreten?
Leverkusen zeichnet sich durch eine hohe Ballbesitzquote aus. Wir werden versuchen, dem Gegner mit unserer aggressiven Spielweise den Einstieg in das Spiel zu erschweren. Optimal wäre es, wenn es uns gelänge, früh in Führung zu gehen, damit wir mit einem guten Gefühl in die Partie starten.    

Ist es möglich, gegen Leverkusen genauso aufzutreten wie gegen Bremen?
Leverkusen hat auf den Außen schnelle Spieler, wodurch sie das Umschaltspiel nach Ballgewinn forcieren. Deshalb sollten wir am Freitag von Beginn an konzentriert sein. Ich denke jedoch, dass wir mit einem Mittelfeldpressing gut dagegenhalten können.

In der Rückrunde bist du weniger zum Zug gekommen. Mit welchen Gedanken gehst du in das nahende Aufeinandertreffen?
Solche Dinge blende ich vor einem Spiel lieber aus, um nicht aus Versehen zu überpacen. Es wird sicher ein emotionales Spiel, auf das ich mich freue. Aber am Ende geht es immer darum, als Team die drei Punkte hierzubehalten.

Wie betrachtest du das verlorene Testspiel in Gießen?
Naturgemäß gehen wir in jedes Spiel, um es zu gewinnen. Natürlich hätte unser Auftritt glücklicher verlaufen können. Aber im Zweifel ist es wichtiger, die Punkte in der Liga und Europa League einzufahren.

Apropos international: Verfolgst du die Länderspiele deiner Kollegen?
Ich erkundige mich schon, wer im Einsatz ist und wie die Kollegen gespielt haben. Das gehört dazu und ohne Fußball geht es einfach nicht.

Wie siehst du deine Rolle im Team?
Ich fühle mich in Frankfurt pudelwohl, gebe immer mein Bestes und versuche, der Mannschaft zu helfen. Eine Gelb-Rote Karte wie gegen Arsenal kann mal passieren. Gelbe Karten sind auch meinem Spielstil geschuldet, aber die zweite darf mir dann nicht passieren. Daraus muss ich lernen. Auf der anderen Seite denke ich, dass meine Spielweise hier gebraucht wird.

Würdest du dich als Stammspieler bezeichnen?
Abgesehen von der Sperre in der Europa League habe ich in der Liga nur ein Spiel überhaupt nicht gespielt, in Augsburg kam ich von der Bank. Ich bin zur Eintracht gewechselt, um so viel wie möglich zu spielen.

Wie wollt ihr Schlüsselspieler Kai Havertz stoppen?
Kai ist ein Ausnahmetalent, dem alle Türen offenstehen. Ich habe seine Entwicklung in den vergangenen Jahren aus nächster Nähe verfolgen können. Solche Spieler muss man aggressiv bearbeiten, um ihnen gar nicht erst Freiräume zu gewähren. Andernfalls kann er die tödlichen Pässe spielen oder selbst zum Torabschluss kommen. Ich bin bereit (lacht)!

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