Am Sonntagabend siegte Österreich knapp, aber verdient 1:0 gegen Slowenien. Die Teilnahme an der Europameisterschaft 2020 ist zum Greifen nah.

Martin Hinteregger präsentierte sich gegen Slowenien gewohnt behauptungsstark, hier im Duell mit Josip Ilicic.
Martin Hinteregger präsentierte sich gegen Slowenien gewohnt behauptungsstark, hier im Duell mit Josip Ilicic.

Die Ausgangslage in Sofia barg gleichermaßen Chancen wie Risiken. Angesichts zwei Punkten Differenz wäre die Alpenrepublik bei einer Niederlage überholt worden, während ein Sieg – eine Niederlage Nordmazedoniens in Polen vorausgesetzt – die fast sichere Qualifikation für die nächstjährigen Kontinentalkämpfe bedeutet hätte. In diesem Bewusstsein präsentierten sich die rot-weißen Adler insbesondere in der ersten Halbzeit ballsicherer und zielstrebiger. Zwar blieben die herausgespielten Chancen ungenutzt, doch Hoffenheims Stefan Posch konnte nach 20 Minuten nach einer Ecke zum Tor des Tages einköpfen. Nach dem Seitenwechsel präsentierte sich die Truppe von Franco Foda weiter überlegen, konnte die sich bietenden Räume aber immer seltener nutzen. Gleichzeitig ließ die Hintermannschaft um Hinteregger aber auch insgesamt nur zwei Schüsse auf den Kasten von Cican Stankovic zu. Dafür war sich der linke Innenverteidiger aus Frankfurt auch nicht zu schade, nach einer Stunde einen Gegenstoß des Gastgebers auf Kosten einer Gelben Karte zu unterbinden (64.).

Fernduell in Gruppe B

Im entfernten Sinne gab es international auch Berührungspunkte mit der deutschen Nationalmannschaft, die beim 3:0-Sieg über Estland in der Le Coq Arena in Tallinn gefordert war. An derselben Spielstätte hatte Eintrachts Qualifikation für die UEFA Europa League gegen Flora Tallin ihren erfolgreichen Anfang genommen. Neben vier Flora-Fußballern waren mit Emre Can, Niklas Süle und Luca Waldschmidt auch drei Frankfurter Eigengewächse im Einsatz.

Drei aktuelle Eintrachtler sind am Montagabend gefordert. Zunächst bekommt es André Silva mit Portugal in Kiew mit dem Spitzenreiter aus der Ukraine zu tun. Die Hausherren können sich für die Endrunde qualifizieren, die Iberer möchten Rang zwei festigen. Und damit automatisch den Druck auf Serbien um Mijat Gacinovic und Filip Kostic erhöhen, die angesichts vier Punkten Rückstands parallel in Litauen gegen das Schlusslicht einen Sieg brauchen.

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