Adi Hütter lobt sein Team nach dem 1:1 gegen Mönchengladbach, Fredi Bobic hätte gerne ein „dreckiges 1:0“ gehabt – kann aber ebenso wie die Spieler mit dem Punkt leben. Die Stimmen zum Spiel.

Fredi Bobic: Ich hätte heute gerne ein dreckiges 1:0 gehabt. Aber wir können mit dem 1:1 leben. Wir haben gespürt, dass uns etwas die Frische gefehlt hat. Die Situationen nach vorne hätten wir etwas besser ausspielen können. Natürlich möchten wir die nächsten Spiele gewinnen, und müssen wir auch wieder. Wir haben fünfmal in Folge remis gespielt. Aber das ist bei diesem Programm nicht schlecht. Wir hatten Topgegner. Es ist eng in unserer Tabellenregion. Aber wir sind stabil, das haben wir bewiesen.

Adi Hütter: Es war das erwartet schwere Heimspiel gegen eine Top-Mannschaft. Die Mönchengladbacher haben im ersten Abschnitt gezeigt, wie gut sie nach vorne spielen können. Sie hatten viel Ballbesitz und haben die Kugel gut laufen gelassen. Ein Sieg hätte uns letztlich zwar gutgetan. Aber wenn man bedenkt, auf wen wir hier getroffen sind und welche Mentalität wir dabei gezeigt haben, hat die Mannschaft ein Kompliment verdient. Wir sind nun seit sechs Partien ungeschlagen, wobei wir es dabei teilweise mit richtig starken Gegnern zu tun bekommen haben. Nun konzentrieren wir uns wieder voll auf Donnerstag und unser Ziel, in der Europa League eine Runde weiterzukommen. Gelson Fernandes musste heute aufgrund einer muskulären Verletzung raus. Wie lange er ausfallen wird, können wir noch nicht sagen. Auch bei Sebastian Rode habe ich meine Zweifel, ob es bis Donnerstag reicht. Dementsprechend werden wir uns für das zentrale Mittelfeld gegen Donetsk etwas einfallen lassen müssen.

Martin Hinteregger: Ich hatte in der zweiten Halbzeit nie das Gefühl, das Gladbach gefährlich werden kann. Wir haben geschlossen verteidigt, insbesondere zwischen den Linien. Beim Gegentor hat es einmal nicht geklappt, das hat Gladbach direkt bestraft. Schade, wir wollten natürlich gewinnen. Aber ein Remis ist besser als kein Punkt. Das 1:1 ist okay, zumal wir kurz vor Schluss noch eine Riesenchance der Gladbacher zugelassen haben. Sie waren schon richtig gut. Das 1:0 hat uns zunächst in die Karten gespielt. Unsere zwei Stürmer haben das richtig gut gemacht und öfter für Entlastung gesorgt. Ich hatte eher das Gefühl, dass wir noch ein Tor machen. Am Donnerstag wird es ein anderes Spiel als in Charkiw. Wir spielen zuhause vor ausverkauftem Haus und haben eine gute Chance weiterzukommen. Wenn wir so verteidigen wie heute und manche Situationen besser ausspielen, kommen wir weiter.

Gelson Fernandes: Ich kenne meinen Körper. Mal schauen, wie es in den nächsten Tagen weitergeht.

Goncalo Paciencia: Ich bin schon lange hier und versuche immer, mich zu empfehlen – wenn es der Körper zulässt. Nach langer Verletzungspause bin ich jetzt wieder fit. Und das schon seit einigen Wochen, sonst hätte ich nicht so oft schon im Kader gestanden. Es ist ein schönes Gefühl, hier in der Commerzbank-Arena zum ersten Mal aufzulaufen. Ich hätte mir nur ein anderes Ergebnis gewünscht. Wir waren nah dran. Ich möchte jetzt so oft es geht der Mannschaft helfen, die Pechsträhne liegt hinter mir.

Makoto Hasebe: Ich bin enttäuscht. Ein Punkt ist zu wenig aus diesem Spiel. Insgesamt haben wir ordentlich verteidigt, in einer Situation nicht. Beim Gegentor müssen wir mehr kommunizieren. Vier Remis in Folge gegen diese Gegner sind nicht schlecht, aber das nächste Spiel müssen wir wieder drei Zähler holen.

Danny Da Costa: So oft wie in dieser Saison habe ich noch nie getroffen, nicht mal in der Jugend. Ich bin stolz, so der Mannschaft helfen zu können. Wir können mit dem Punkt gut leben. Wir müssen es positiv sehen, denn wir haben zuletzt nur gegen Topteams gespielt und waren oft nah am Sieg dran. Wir haben es sehr gut verteidigt. Das Gegentor ist keine gefährliche Situation. Wir haben es versäumt, vorher das 2:0 nachzulegen. Am Donnerstag haben wir eine gute Ausgangsposition. Es ist für jede Mannschaft schwer, hier zu bestehen. Das wollen wir Shakhtar von Beginn an zeigen.

Dieter Hecking: Wenn man in einem Spiel spät den Ausgleich erzielt, dann kommt natürlich erst mal Zufriedenheit auf. Weniger zufrieden war ich dagegen mit dem Resultat aus dem ersten Abschnitt, da wir zunächst ein sehr gutes Spiel gemacht haben. Da haben wir es versäumt, unsere Chancen zu nutzen. Wir hatten vor dem Seitenwechsel das Gefühl, alles im Griff zu haben, und uns dann doch das Gegentor gefangen. Man hat bis dahin schon gespürt, dass die Eintracht am Donnerstag noch gespielt hat. Sie haben eine tolle Leistung in Donetsk gezeigt, da ist es nie einfach, sofort wieder den Schalter umzulegen. Kompliment dafür. Die Eintracht hat nach dem Seitenwechsel ein wenig umgestellt und war mit ihren Angreifern immer gefährlich. Insgesamt haben wir es dennoch in den zweiten 45 Minuten gut verteidigt. Letztlich sind wir mit dem Punkt zufrieden.

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