Ein letztes Mal in 2019 darf die Eintracht in der UEFA Europa League ran und kann gegen den Vitória SC das Weiterkommen sichern. Eine Chance, die zeitweise nicht selbstverständlich war.

Mit einem Erfolg gegen die Portugiesen könnte die SGE ihre kleine Serie gegen Teams aus der Primeira Liga weiter ausbauen. Schließlich ist Frankfurt zuhause gegen Kontrahenten von der Atlantikküste bisher ungeschlagen. Unvergessen 2014 das 3:3 gegen den FC Porto, während die Hessen in diesem Frühjahr den Rekordmeister SL Benfica mit 2:0 aus dem Stadtwald fegten. Gelingt nun auch gegen Guimaraes ein Sieg, geht es 2020 in der UEFA Europa League weiter für die Adler. Theoretisch wäre am Donnerstag auf den letzten Drücker sogar noch der Sprung an die Spitze der Gruppe F möglich.

Achterbahnfahrt durch Gruppe F

4, 3, 2, 3, 2 – das entspricht nicht etwa einer kruden taktischen Formation, sondern den Platzierungen der Eintracht nach Abschluss der bisherigen fünf Spieltage in der UEFA Europa League. Während im Vorjahr nach sechs Siegen ein neuer deutscher Europapokalrekord stand und ein Start-Ziel-Durchmarsch auf dem Platz an der Sonne erfolgte, war die diesjährige Gruppenphase ein Auf und Ab. Dass die Eintracht trotz zweier Niederlagen, darunter das bittere 0:3 zuhause gegen Arsenal direkt zum Auftakt, beharrlich weiter an sich geglaubt hat und unbeirrt ihren Weg gegangen ist, unterstreicht die viel gelobte Mentalität des Frankfurter Kollektivs. So schaffte die Elf von Cheftrainer Adi Hütter am vergangenen Spieltag nicht nur die Revanche beim Arsenal FC, sondern konnte damit auch den zweiten Tabellenplatz zurückerobern und sich eine komfortable Ausgangslage für den finale Showdown um das Weiterkommen sichern. Mehr noch: Im Optimalfall könnte die SGE diese anspruchsvolle Gruppe sogar noch als Erstplatzierter abschließen. Ein eigener Sieg und parallel maximal ein Unentschieden für die Londoner und die Adler würden als Gruppensieger ins neue Jahr fliegen.

Offensive Abwehrkräfte

Bemerkenswert an der Frankfurter Punktausbeute von bisher neun Zählern ist, dass diese ohne ein einziges Stürmertor zustande gekommen sind. Zwar gelang Daichi Kamada in London sogar ein Doppelpack, doch der junge Japaner hilft nur gelegentlich ganz vorn aus und ist nominell Mittelfeldspieler. So verteilen sich die sechs bisherigen Treffer in der Gruppenphase zu gleichen Teilen auf das Mittelfeld und die Innenverteidiger, von denen Evan Ndicka das goldene Tor zum 1:0-Erfolg im ersten Duell mit Guimaraes gelang. Dem möchte die Angriffsreihe folglich nicht mehr länger nachstehen. Die bevorstehende Partie wäre sicherlich ein guter Zeitpunkt dafür. Einzig Bas Dost wird frühestens in einem möglichen Sechzehntelfinale seine Torpremiere in diesem Wettbewerb feiern können, denn der Niederländer fällt verletzungsbedingt bis zum Ende der Hinrunde aus. Dass zur Not aber weiter auf die Defensivkräfte verlass ist, zeigte sich am vergangenen Freitag. Martin Hinteregger hat sich in der Liga gegen die Hertha einmal mehr treffsicher präsentiert und auch Almamy Toure hätte beinahe genetzt, verzeichnete dafür zwei Assists in zwei Spielen. Das wichtige zweite Tor steuerte Sebastian Rode bei – wie im April gegen SL Benfica. Wiederholung nicht verboten.

Zum Spiel:

Anstoß: Donnerstag, 12. Dezember, 18.55 Uhr, UEFA Europa League, Gruppenphase, 6. Spieltag.
Stadion: Commerzbank-Arena, Frankfurt.
Hörtipp: EintrachtFM überträgt das letzte Europapokalspiel des Jahres live.

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