Adi Hütter sieht Leipzig in der Favoritenrolle, Frankfurt aber alles andere als chancenlos. Die Worte sind begründet, die Taten sollen wieder häufiger folgen.

Adi Hütter über… 

…die Rollenverteilung: An ein Erfolgserlebnis glauben wir immer. Wir konnten gegen Hoffenheim Selbstvertrauen tanken. Leipzig ist die Mannschaft der Stunde, hat zuletzt acht Mal gewonnen und gegen Dortmund 3:3 gespielt. Die Fakten sprechen für Leipzig in der Favoritenrolle. Wir müssen an die taktisch disziplinierte Leistung von vor einer Woche anknüpfen, gleichzeitig aber auch mutig bleiben und unsere Chancen suchen. Gerade zuhause. Es wird auch darum gehen, Leipzig unser Spiel aufzuzwingen.

…Extramotivation: Natürlich wollen wir unabhängig vom Gegner immer an unsere Leistungsgrenze kommen. Das gelingt uns manchmal mehr und manchmal weniger. Vielleicht kitzelt das Wissen, dass es auf Kleinigkeiten ankommen kann, ein paar Prozentpunkte mehr heraus. Über Timo Werner mit 20 Saisontoren müssen wir nicht sprechen. Nkunku, Poulsen und Schick sind auch alle torgefährlich. Sie haben eine komplette Mannschaft, wir nehmen den Kampf an. Umgekehrt wissen wir aber auch, dass es in Frankfurt für keinen Gegner einfach ist. Sicher werden wir uns weiter steigern müssen, weil ich Leipzig noch stärker als Hoffenheim einschätze.

…die Personalsituation: Daichi Kamada hat die ganze Woche mit uns trainiert, nur am Mittwoch eine von zwei Einheiten verpasst. Er wird ein Thema für den Kader sein. Ansonsten stehen nach aktuellem Stand außer den Langzeitverletzten alle Spieler zur Verfügung.

…taktische Überlegungen: Es gibt immer die Möglichkeit, mit zwei Spitzen zu spielen, genauso zwischen Dreier- und Viererkette zu wechseln. Das entscheide ich nach dem Abschlusstraining. Entsprechend lasse ich noch offen, ob Mijat Gacinovic von Beginn an spielen wird oder nicht. Genauso bei Makoto Hasebe, der ein sehr wichtiger Spieler für uns ist. Es geht immer um das große Ganze, um Leistung und die jeweilige Situation.

…die nächsten Ziele: Ich bin selbst kein Freund der Floskel „von Spiel zu Spiel“ zu denken. Mir geht es immer um die Entwicklung der Mannschaft. Ich habe schon vor einer Woche betont, dass nicht nach einem Sieg gleich wieder alles perfekt ist. Wir müssen weiter hart arbeiten, um wieder regelmäßig zu punkten. Durch einen Sieg allein kommen wir nicht entscheidend voran. Wir möchten in den nächsten Wochen so viele Punkte wie möglich sammeln. Dann sehen wir, in welche Richtung es geht.


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