Am Freitag treffen die SGE und Union erstmals in der Bundesliga aufeinander. In der Brust eines langjährigen Frankfurters schlagen dabei zwei Herzen.

Das letzte Duell zwischen den Eisernen und der SGE liegt zwar siebeneinhalb Jahre zurück, aber dennoch könnten theoretisch zwei Spieler aufeinandertreffen, die schon damals über 90 Minuten auf dem Platz standen. Nämlich Urgestein Michael Parensen auf Seiten der Berliner, der schon seit Anfang 2009 in Köpenick kickt, sowie Sebastian Rode, der Anfang 2019 aus Dortmund an den Main zurückkehrte. Beim bislang letzten Aufeinandertreffen gab es übrigens einen deutlichen Frankfurter Sieg, wobei die Eintracht generell eine starke Statistik gegen Union vorzuweisen hat. In sieben Partien blieb Frankfurt bei vier Siegen und drei Remis bisher ungeschlagen und konnte dabei vor allem an der Alten Försterei fast immer abliefern: Abgesehen von einem 1:1 in der Saison 2002/03 gab es zwei Mal in der Liga und ein Mal im Pokal jeweils deutliche Siege, bei denen die Adler je vier Tore erzielten. Einer dieser Siege stand dabei unter einem besonderen Stern. 

Bindeglied Benny

Aber erst mal zu einem, der satte neun Jahre für die SGE gekickt hat und der vor gut zwei Jahren seine Profikarriere bei Union beendete. Die Rede ist von Benjamin Köhler, der zwischen 2004 und 2013 ingesamt 257 Spiele mit dem Adler auf der Brust gemacht hat (33 Tore, 35 Assists). Nach einer einjährigen Episode in Kaiserslautern kehrte der gebürtige Berliner 2014 in seine Heimatstadt zurück, wo er nicht nur einer niederschmetternden Krebsdiagnose trotzte, sondern auch noch 51 Mal in der zweiten Liga für die Eisernen auflief (sechs Tore, zehn Assists), bevor er seine Karriere aufgrund einer Knieverletzung beendete. Beim letzten Pflichtspiel zwischen beiden Klubs stand Köhler übrigens auch auf dem Platz, damals im Trikot der SGE, deren 1:0-Führung durch Mohamadou Idrissou er vorbereitete. In besagtem Jahr hatte der heute 39-Jährige generell großen Anteil am direkten Wiederaufstieg der Adlerträger, denn der dribbelstarke Linksfuß legte insgesamt elf Treffer auf und erzielte neun selbst. Dufte jemacht, Keule.

Adler undercover

Überhaupt das letzte Gastspiel in der Alten Försterei. Es war ein Montagsspiel in der zweiten Bundesliga und doch kein Topspiel wie jedes andere. Aufgrund Sanktionen hätte die Eintracht dieses Spiel eigentlich ohne eigene Fans bestreiten müssen. Doch nicht erst seit den regelmäßigen Adlerinvasionen in der UEFA Europa League ist allseits bekannt, dass die treuen Eintrachtfans durchaus über große Kreativität verfügen, um Spiele ihrer Mannschaft live erleben zu können. So auch an diesem Montagabend Ende März. Damals besuchten nicht nur um die 1.000 Fans das Spiel in Köpenick „undercover“, der gastgebende 1. FC Union öffnete auch noch spontan den eigentlich verwaisten Gästeblock samt Kiosken und ermöglichte es den Fans, die auf dem Papier gar nicht da sein sollten, ihre Mannschaft kollektiv anzufeuern. Eines von vielen Kapiteln, wenn vom Kultfaktor des kommenden Gegners die Rede ist, bei dem die Uhren bisweilen anders laufen als bei den meisten anderen Profiklubs. Bei jenem letzten Duell im Stadion an der Alten Försterei trugen die SGE und ihre „Phantomfans“ am Ende übrigens einen ungefährdeten 4:0-Sieg davon. Doch Vorsicht: Während die Heimfans damals noch Karten für die Gäste aus Hessen kauften, um ihnen somit den Besuch des Spiels zu ermöglichen, werden die Hauptstädter nach dem ersten Bundesligaaufstieg der Vereinsgeschichte im vergangenen Sommer diesmal sicher keine Geschenke verteilen. Das musste am dritten Spieltag auch der BVB schmerzlich erfahren, denn die Eisernen zwangen den Meisterschaftsmitfavoriten mal eben mit 3:1 in die Knie. Die Eintracht ist also gewarnt.

Zum Spiel:

Anstoß: Freitag, 27. September, 20.30 Uhr, Bundesliga, 6. Spieltag.
Stadion: Stadion an der Alten Försterei, Berlin.
Hör-Tipp: EintrachtFM überträgt das Freitagabendspiel live.

Die Pressekonferenz vor dem Spiel – präsentiert von Krombacher

Krombacher präsentiert die Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel.
Krombacher präsentiert die Pressekonferenz vor dem Bundesligaspiel.

Die letzten Informationen vor dem Bundesligaspiel erhaltet ihr auf der Pressekonferenz mit Cheftrainer Adi Hütter. Live zu sehen auf EintrachtTV und Facebookpräsentiert von Krombacher.

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