Nach dem 1:1 zum Auftakt der Bundesliga-Rückrunde gegen den SC Freiburg hadern die Frankfurter mit der eigenen Chancenverwertung. Ein Standard kostet am Ende den Sieg. Die Stimmen zum Spiel.

Omar Mascarell, der sein erstes Saisonspiel nach langer Verletzung bestritt: „Die Mannschaft hat kein schlechtes Spiel gemacht und wir wollten unbedingt gewinnen. Eigentlich hat Freiburg nur diese eine Ecke, macht daraus aber den Ausgleich. So ist das manchmal im Fußball, wenn du deine Chancen nicht rein machst, zahlst du am Ende den Preis dafür. Ich fühle mich gut und konnte heute ohne Schmerzen über 90 Minuten spielen. Ich habe meine Verletzung überwunden und es geht mit jedem Tag besser.“

Flügelspieler Marius Wolf: „Im ersten Durchgang haben wir super hinten raus kombiniert und im Grund keine Chance zugelassen, bis auf die eine Aktion mit dem abgefälschten Ball, den ich irgendwie noch vor der Linie klären kann. In der zweiten Hälfte haben wir es versäumt, so weiter zu machen und den Ball weiterhin laufen zu lassen, obwohl wir es uns in der Pause vorgenommen hatten. Das müssen wir uns ankreiden lassen, genauso wie die Tatsache, dass wir bei dem Standard nicht aufgepasst haben und der Spieler frei zum Kopfball kommt.“ 

Timothy Chandler, der heute auf dem ungewohnten linken Flügel agierte, von wo er die Führung vorbereitete: „Der Trainer hat mich heute auf der anderen Seite aufgestellt, daher musste ich mich ein bisschen umstellen, aber ich denke das hat ganz gut geklappt. Ich habe mein Bestes gegeben und konnte das Tor vorbereiten. Vorher hat Omar Mascarell einen überragenden Pass auf mich gespielt, den ich dann mit dem Kopf in die Mitte legen konnte auf Sébastien. Trotzdem sind wir traurig, dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, da Freiburg seine starken 15 Minuten in der zweiten Hälfte für den Ausgleich genutzt hat. Trotzdem war es ein guter Auftakt für uns und wir müssen jetzt eben in Wolfsburg punkten, danach aber auch endlich mal wieder zu Hause einen Dreier holen.“

Auch für Kevin-Prince Boateng war heute mehr drin: „Wir haben die erste Viertelstunde nach der Pause verschlafen und auch direkt das Gegentor bekommen. Eigentlich hätten wir es verdient gehabt, die Partie zu gewinnen, denn wir haben lange genau das gezeigt, was wir uns im Trainingslager erarbeitet haben - den Ball halten und guten Fußball spielen. Es hat nur das zweite Tor gefehlt. Die Punkte, die wir heute liegen gelassen haben, müssen wir uns jetzt eben auswärts holen.“

Niko Kovac hätte sein Team heute gerne als Sieger vom Platz gehen sehen: „In der ersten Halbzeit haben wir das Spiel nicht entscheiden können. Wir wollten Chancen kreieren und das ist uns auch gelungen - wir hatten genug davon. Aber wir müssen uns ankreiden, dass wir diese nicht ausreichend verwerten konnten. Es ärgert mich, dass wir das Spiel heute nicht gewonnen haben, denn es war mehr drin für uns. Die zweite Hälfte war natürlich schlechter als die erste, aber es ist auch nicht so, dass wir an die Wand gespielt worden wären. Wir müssen es schaffen die Leistung der sehr ordentlichen ersten Hälfte auch über 90 Minuten zu zeigen, aber daran arbeiten wir.“

Gästetrainer Christian Streich ist glücklich über den Punktgewinn: „Wir hatten vor dem Spiel einige Ausfälle zu verkraften, das hat man unserem Spiel im ersten Abschnitt deutlich angemerkt. Auch wenn wir ordentliche Möglichkeiten hatten, war es insgesamt nicht gut von uns. Wir haben die Außenbahnen nicht zu bekommen und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen. Nach dem Seitenwechsel war das dann besser. Wir haben auch im zweiten Abschnitt keinen guten Fußball gespielt, aber ich bin froh über den glücklichen Punkt. Ich freue mich, dass wir für die Leistungssteigerung belohnt wurden.“

18. Spieltag: Eintracht Frankfurt - SC Freiburg

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