Die Eintracht verliert das Hinspiel in den Play-offs zur Gruppenphase der Europa League mit 0:1 (0:1) bei Racing Strasbourg und muss sich am kommenden Donnerstag auf die Heimstärke in der Commerzbank-Arena verlassen.

In einer stimmungsvollen Partie taten sich die Frankfurter offensiv schwer, die Abwehr des Gegners zu knacken. Nach Zohis Führungstreffer und der Pause kamen die Frankfurter zwar in der zweiten Halbzeit mit mehr Schwung aus der Kabine, den immer defensiveren Abwehrriegel der Gastgeber vermochten sie jedoch nicht zu knacken.

Ausgangsposition und Personal

Auch das zweite Ligaspiel der Straßburger am Sonntag endete Remis, Racing spielte 0:0 in Reims. Fast gleichzeitig gewann die Eintracht zum Bundesliga-Auftakt gegen Hoffenheim mit 1:0 und feierte den sechsten Sieg im sechsten Pflichtspiel der Saison. „Jeder Sieg gibt Selbstvertrauen, insbesondere wichtige Erfolge“, hatte Kevin Trapp am Vortag auf der Pressekonferenz gesagt. Gleichzeitig hatte er ebenso wie Cheftrainer Adi Hütter vor der hitzigen Atmosphäre im Stade de la Meinau gewarnt. Personell gesehen wechselte Hütter gegenüber dem Hoffenheim-Spiel einmal, Torró begann für Kohr.

Offensiv zu harmlos

Unterstützt vom erwartet lautstarken Publikum legten die Gastgeber mit viel Elan los, während die Adlerträger zunächst keinen Zugriff auf die Partie fanden und offensiv wenig Akzente setzen konnten. Lienard hatte in der ersten Viertelstunde die beste Möglichkeit für Strasbourg, als er in die Tiefe geschickt wurde und auf Trapp zulief, dann jedoch das Außennetz traf (12.). Die Eintracht brauchte weiterhin Anlaufzeit, die einzige Chance vor der Pause resultierte aus einem Standard. Kostic jagte aus 30 Meter einen Freistoß auf das Tor, Sels klatschte nach vorne ab und Kamada wurde beim Abstauberversuch gestört (29.). Defensiv stand das Team von Adi Hütter lange sehr sicher, ehe ebenso ein Standard die Führung für die Hausherren brachte. Nach einer Lienard-Ecke flipperte das Leder im Gewühl zu Lucien Zohi, der aus vier Metern traf (33.). Das Stade de la Meinau kochte. Der Frankfurter Rückstand zur Pause war verdient.

Kamada scheitert doppelt

Hütter reagierte mit einem Doppelwechsel zur Pause. Rode und Paciencia ersetzten Gacinovic und Rebic. Schon nach wenigen Sekunden scheiterte Kamada an Sels (46.), es wirkte wie ein Weckruf für die Adlerträger. Der Japaner hatte gleich die nächste Chance, als er nach einem feinen Anspiel von Paciencia zwei Spieler austanzte und dann den Arm von Djiku traf. Das Leder trudelte knapp am Kasten vorbei (50.). Racing zog sich nun zurück und versuchte, aus einer kompakten Defensive heraus das Ergebnis zu verwalten. Die Eintracht bekam mehr Spielanteile und versuchte, den Druck zu erhöhen. Kostic kam mal durch, verzog aber aus 18 Metern (61.). Sonst ergaben sich auf beiden Seiten kaum Gelegenheiten, weil auch die wenigen Vorstöße der Straßburger meistens im Ansatz verpufften. An Wille fehlte es den Gästen nicht, eher an Präzision und Kreativität.

Fazit: Zu wenig Durchschlagskraft

Strasbourg machte es durch seinen starken Defensivverbund und angepeitscht vom Heimpublikum der Eintracht so schwer wie noch kein Gegner zuvor in dieser Saison. Die Gastgeber führten verdient zur Halbzeit und beschränkten sich schon früh auf Ergebnisverwaltung. Die Eintracht schaffte es nicht, sich Möglichkeiten gegen die kompakte Abwehr der Elsässer herauszuspielen. Der Sieg für die Gastgeber ist verdient. Am kommenden Donnerstag haben die Adlerträger jedoch weiterhin die realistische Möglichkeit, in die Gruppenphase der Europa League einzuziehen.

So spielte die Eintracht

Trapp – Abraham, Hasebe, Hinteregger – Torró, Fernandes (78. Kohr) – da Costa, Kostic – Gacinovic (46. Rode), Kamada – Rebic (46. Paciencia).

Tor

1:0 Zohi (33.)

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