Nach dem ersten Spiel ohne Treffer steht am Samstagabend ein knappes 0:1 bei Hertha BSC zu Buche.

In einer engen Auseinandersetzung ist der Gastgeber effizienter und erzielt durch Grujic das Tor des Tages (40.).

Ausgangssituation: Alles auf Anfang

Am Ort des größten Triumphs der jüngeren Vereinsgeschichte trafen tabellarisch zwei Teams auf Augenhöhe aufeinander. Hertha BSC und Eintracht Frankfurt trennten nach den Nachmittagsspielen zwischen Platz acht und fünf nur drei Punkte. Während die Hausherren am Spieltag zuvor erstmals seit sechs Ligaspielen wieder gewinnen konnten, war bei den Gästen eine Serie von wettbewerbsübergreifend elf Partien ohne Niederlage gerissen.

Personal: Salcedos Rückkehr

Cheftrainer Adi Hütter tauschte im Vergleich zur Vorwoche lediglich den rechten Innenverteidiger. So erhielt Marco Russ eine Pause, während Carlos Salcedo das erste Spiel seit dem 1. September bestreiten durfte, als er am zweiten Spieltag gegen Werder Bremen nach zehn Minuten verletzt ausgeschieden war.

Viel Präsenz, wenig Präzision

Beide Seiten begannen konzentriert, präsentierten sich gut organisiert und waren um eine große Strafraumpräsenz bemüht. Gerade die Gäste zelebrierten ihr Umschaltspiel, als hätte es die vergangene Pleite nicht gegeben, ließen es aber wie die Hauptstädter manchmal an der letzten Genauigkeit vermissen. Nicht nur beim Spiel in die Spitze, sondern wenn es soweit war auch beim Abschluss.

So behauptete sich Sébastien Haller in halbrechter Position, sein Abschluss brachte aber abgefälscht über den Außenpfosten nur einen Eckball ein (10.). Außerdem setzte der Franzose eine Flanke von Danny Da Costa per Direktabnahme knapp am kurzen Pfosten vorbei (20.). Auch Filip Kostic brachte eine durchgerutschte Hereingabe Da Costas mit seinem schwächeren rechten Fuß nicht im Kasten unter (28.) Darüber hinaus setzte sich Ante Rebic nach Zusammenspiel mit Luka Jovic in Szene, zielte aus zentraler Position aber auf Torhüter Rune Jarstein (38.).

Auf der Gegenseite gehörte Marko Grujic zu den auffälligsten Akteuren. Der junge Serbe fand zweimal aus der Distanz in Kevin Trapp seinen Meister (15., 26.), hatte kurz vor der Pause dann aber leichteres Spiel, als er bei einem Eckball Marvin Plattenhardts seine ganzen 191 Zentimeter zur Geltung brachte und zum 1:0 für die Hertha einköpfte.

Frankfurt stürmt, Berlin steht

Mit Wiederanpfiff war das Vorhaben der Eintracht, rasch zum Ausgleich zu kommen, unübersehbar. Der forsche Frankfurter Vorwärtsdrang bot dem Gastgeber gleichwohl so manche Kontergelegenheit wie über Davie Selke, der zunächst haarscharf im Abseits stand (50.) und kurz darauf im letzten Moment am schon umkurvten Trapp scheiterte (53.). Auf der anderen Seite zog Jovic nach einer Flanke Kostics ansatzlos ab, doch Jarstein war rechtzeitig unten (52.). In weiterer Folge verhielt sich Frankfurt zwar wieder kompakter und ließ kämpferisch wie taktisch nichts unversucht, allerdings fehlte oftmals der letzte Punch, um die Hertha nochmal ernsthaft in die Bredouille zu bringen. In der 87. Minute kam dann auch noch Pech dazu, als Jovic im Strafraum zu Fall kam, der Pfiff des Schiedsrichters aber ausblieb. 

Fazit: Kleine Unzulänglichkeiten, große Wirkung

Die Eintracht begegnete Hertha BSC über weite Strecken auf Augenhöhe, ließ es aber in den entscheidenden Momenten, nicht zuletzt beim Torabschluss, an der nötigen Konsequenz vermissen. Mit dem vermeidbaren Rückstand kurz vor der Pause erschwerte sich das Unterfangen gegen umschaltstarke Hausherren zusätzlich, sodass das (Gegen-)Tor des Tages eines zu viel und die Rückkehr nach Berlin ohne Happy End blieb.

So spielte die SGE:

Trapp - Da Costa (81. Müller), Salcedo, Hasebe, Ndicka, Ndicka, Kostic - de Guzman, Fernandes (72. Willems) - Rebic (72. Gacinovic) - Haller, Jovic

Tor:

1:0 Grujic (40.)


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