Die Länderspielpause ist für die zuhause gebliebenen Spieler der Eintracht kein Grund, sich auszuruhen. Am Donnerstag steht der Test gegen den SV Sandhausen auf dem Programm.

Uwe Koschinat steht seit Oktober 2018 beim SV Sandhausen an der Seitenlinie.
Uwe Koschinat steht seit Oktober 2018 beim SV Sandhausen an der Seitenlinie.

Ein Gegner, den niemand auf die leichte Schulter nehmen sollte. Momentan stehen die Baden-Württemberger auf Rang acht der zweiten Liga, nachdem sie gegen Greuther Fürth am vergangenen Wochenende mit 3:2 gewinnen konnten. Zuvor waren die Sandhäuser sieben Spiele sieglos geblieben (vier Remis, drei Niederlagen). Es ist jedoch beachtlich, was der SVS Saison für Saison auf die Beine stellt. Der Verein aus dem 15.000-Einwohner-Städtchen Sandhausen ist seit acht Jahren dem deutschen Unterhaus zugehörig. 2012 schafften sie den Aufstieg als souveräner Drittligameister. Gleich in der ersten Zweitligasaison stand der SVS aber schon wieder vor dem Abstieg. Die Sandhäuser landeten auf dem 17. Platz, der zum Direktabstieg geführt hätte. Jedoch profitierten sie von dem Lizenzentzug des MSV Duisburg. Die Zebras konnten die Auflagen des DFB für die zweite Liga nicht erfüllen, wodurch der SV Sandhausen nachrückte und weiterhin am Spielbetrieb in Liga zwei teilnehmen durfte. Seitdem konnte der SVS die Klasse immer halten – auf sportlichem Wege wohlgemerkt. Die bisher beste Saison schlossen sie 2016/17 mit dem zehnten Platz ab. Trainer ist Uwe Koschinat, der den Posten im Herbst 2018 von Kenan Kocan übernahm.

Wiedersehen der Bayer-Brüder

Die Adlerträger Danny da Costa und Dominik Kohr dürften bereits einige der Sandhäuser Kicker ganz gut kennen, da sie gemeinsam in der Jugend von Bayer Leverkusen gespielt haben. Dazu zählen Gerrit Nauber, Leart Paqarada, Erik Zenga, Marlon Frey und Julius Biada. Zudem hat der 19-jährige Sandhäuser Enrique Peña Zauner eine Eintracht-Vergangenheit. Bis zur U17 spielte er bei den Jungadlern. Dann wechselte er zur Borussia aus Dortmund und von dort nach Sandhausen.

Eintracht-Trainer Adi Hütter wird durch das Fehlen der zwölf Frankfurter Nationalspieler wohl einigen Kickern aus der zweiten Reihe die Chance geben, sich gegen einen starken Gegner zu beweisen und womöglich in den Vordergrund zu spielen.

Anpfiff ist am Donnerstag, 14. November, 14 Uhr auf Platz vier vor der Commerzbank-Arena, allerdings unter Ausschluss der Öffentlichkeit. EintrachtTV überträgt das Spiel live und in voller Länge.

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