36 Spiele, 16 Tore! Daichi Kamada war ein Jahr an den belgischen Erstligisten VV St. Truiden ausgeliehen. Erfahrung, die ihm nun gegen Lüttich hilft.

Daichi Kamada
Spielte in der vergangenen Saison in Belgien und traf gegen Lüttich: Daichi Kamada.

Es war ein Lehrjahr für Daichi Kamada. Die Eintracht verlieh den quirligen Mittelfeldspieler Anfang der vergangenen Saison nach Belgien. Bei VV St. Truiden sollte er Spielpraxis sammeln, sich auf einem Niveau messen, das ihn für die Bundesliga vorbereitet. Der Japaner nutzte dort seine Chance.

24 Spiele absolvierte er in der Liga, schoss dabei zwölf Tore. In Pokalpartien und den Playoffs kamen weitere zwölf Einsätze und vier Tore hinzu, sodass er fast in jedem zweiten Match traf. Eine gute Quote für einen jungen, körperlich noch ausbaufähigen Spieler, der aus Japan nach Europa gekommen war und gleich zweimal binnen kurzer Zeit ein neues Umfeld kennenlernte.

Kamada-Tor gegen Lüttich

Dabei traf Kamada auch auf Royal Standard de Liège, den Gegner der Eintracht am Donnerstag in der UEFA Europa League. Im Dezember 2018 spielte St. Truiden zuhause 1:1 gegen die Mannschaft von Michel Preud’homme. Kamada erzielte dabei vor 10.000 Zuschauern die 1:0-Führung in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit. Das war im Rückspiel, in der Hinserie hatte er noch nicht im Kader der Belgier gestanden. In Lüttich hat der 23-Jährige also noch nie gespielt.

„Uns erwartet ein schweres Spiel. Standard ist einer der Topvereine Belgiens, im Stadion wird die Atmosphäre sicherlich gut sein“, erzählt Kamada, der motiviert ist, bei seiner Rückkehr zu zeigen, dass er sich nun auch bei der Eintracht behaupten kann. „Aufgrund der Erinnerungen ist es für mich ein Ansporn, hier eine gute Leistung zu zeigen“.

An seinen Treffer gegen Lüttich erinnert er sich auch noch. „Natürlich, es war ja gegen einen großen Verein“, schmunzelt Kamada. „Lüttichs Torwart hat gut gehalten. Ich ärgere mich, dass ich nicht noch mehr Tore geschossen habe.“

Das Hinrundenspiel in dieser Europa-League-Gruppenphase gewann die Eintracht mit 2:1. „Es war schwer, gegen ein solch defensiv eingestelltes Team zu spielen“, meint Kamada, der nun glaubt, dass die Eintracht auswärts mehr Räume haben werde. „Standard wird auf Sieg spielen. Denn wenn wir mindestens remis spielen, wird es schwer für sie, noch weiterzukommen.“ Nach dem 5:1 gegen die Bayern gehen Kamada und Co. mit viel Selbstvertrauen in die Partie. „Wir sind gut drauf als Team. Wenn wir das auf den Platz bringen, was wir können, werden wir gewinnen“, ist er sich sicher. „Ich kann zwar nicht genau sagen, wie sie gegen uns spielen werden. Aber wenn sie wieder so defensiv auftreten, müssen wir den Ball besser als letztes Mal laufen lassen, sie im individuellen Bereich wie im Eins-gegen-eins schlagen. Entscheidend ist, dass alle gut mitmachen.“

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