Aus den Adleraugen, aus dem Sinn? Nicht bei der Eintracht, die ihre fünf Leihspieler fest im Blick behält. Nach etwa einem absolvierten Saisonviertel lohnt ein erstes Zwischenfazit der Abgänge auf Zeit.

Daichi Kamada: Treffsichere Teilzeitkraft
Daichi Kamada hat beim VV St. Truiden richtig eingeschlagen. Beim belgischen Erstligisten stand der Japaner zwar erst Anfang Oktober erstmals in der Startelf, hatte sich das durch vorhergehende wertvolle Auftritte aber redlich verdient, als er sich bei seinen ersten zwei Einwechslungen sofort in die Torschützenliste eintrug. Genau wie beim genannten Startelfdebüt gegen Royal Mouscron. Drei Tore in 134 Minuten - es würde überraschen, sollte die 22-jährige Teilzeitkraft nicht bald größere Einsatzumfänge erhalten.

Max Besuschkow: Fixpunkt beim Spitzenreiter
Ebenfalls nach Belgien hat es Max Besuschkow verschlagen, wenn auch in die zweite Liga nach Saint Gilloise bei Brüssel. Die bis 2020 angedachte Langfrist-Leihe scheint früh Früchte zu tragen. Der zentrale Mittelfeldakteur gehörte in sieben von neun Partien zur Startformation, in den anderen beiden kam der 1,87-Mann von der Bank, womit sich der 21-Jährige berechtigte Aktien zur Spitzenposition seiner Mannschaft in der Proximus League zurechnen kann.

Danny Blum: Aufstiegsrennen auf der Insel
Nach Kurzeinsätzen für Frankfurt in Liga, Pokal und Supercup war der Außenstürmer Ende August noch zu UD Las Palmas weitergezogen. Der 27-Jährige war auf Anhieb fester Bestandteil des Kaders, wenn auch nicht der Startelf. Bei seinem einzigen Einsatz über 90 Minuten im Duell der Absteiger gegen Malaga glückte Blum prompt der Assist zum entscheidenden 1:0. Es war bislang die einzige Niederlage für Tabellenführer Malaga, während Las Palmas derzeit auf Rang vier in Schlagdistanz liegt.

Aymen Barkok: Anlauf mit Verzögerung
Unabhängig vom Verein ereilte das Eigengewächs vom Riederwald Mitte Juli der erste Rückschlag seiner jungen Profikarriere. Wenige Tage nach seinem Wechsel an den Rhein erlitt das Mittelfeldtalent eine Innenbandverletzung im Knie und verpasste dadurch weite Teile der Vorbereitung. Entsprechend schwer war es nach der Genesung, schnell Anschluss an den Bundesligakader zu finden. Spielpraxis gewährte zuletzt die Zweite Mannschaft in der Regionalliga West, wo die Begegnungen gegen Bonn und Rödinghausen zwar verloren gingen. Gewinnen konnte Barkok bei annähernd voller Einsatzdauer dafür essentielle Spielpraxis.

Marijan Cavar: Immer wichtiger
Zu guter Letzt mischt Marijan Cavar derzeit mit NK Osijek die kroatische Liga auf und hat aktuell lediglich Serienmeister Dinamo Zagreb vor sich. Worauf der Bosnier zuletzt immer größeren Einfluss nehmen durfte. Unmittelbar vor dem Ende der Transferperiode in Slawonien aufgeschlagen musste sich der 20-Jährige zunächst an den Kader herantasten, um unlängst zweimal hintereinander in der ersten Elf zu stehen. Zwei Siege ohne Gegentor sprechen für die stabilisierende Wirkung des Talents.

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