Im Sechzehntelfinale der UEFA Europa League geht es für die Eintracht in die Ukraine zum amtierenden Meister FC Shakhtar Donetsk. Es wartet ein heißer Tanz bei eisigen Temperaturen.

Zugegeben, es ist ein paar Tage her. Aber die Paarung Shakhtar Donetsk gegen Eintracht Frankfurt gab es schon einmal in der Europapokalgeschichte unserer SGE. In der Saison 1980/81 war das, damals reiste die launische Diva als amtierender UEFA-Pokalsieger in die Ukraine und verlor vor über 40.000 Zuschauern knapp mit 0:1. Eine derartige Kulisse ist bei der diesjährigen Neuauflage eher unwahrscheinlich, denn aufgrund der politischen Umstände in der Ostukraine hält sich der Heimvorteil der „Bergarbeiter“ in Grenzen. Statt in der heimischen Donbass Arena spielte Shakhtar seit 2014 erst in der Arena Lwiw und mittlerweile im Metalist-Stadion in Charkiw. Dort werden die Ukrainer am Donnerstagabend auch den deutschen Pokalsieger empfangen. 

Kaltstart

Während das Team von Coach Adi Hütter beim ersten Europapokalspiel 2019 wortwörtlich ins kalte Wasser geworfen wird, haben die Profis des Gastgebers auch im übertragenden Sinne einen Kaltstart vor der Brust. In der Ukraine wird nämlich nicht von August bis Mai mehr oder weniger durchgespielt, wie in den meisten europäischen Ligen. Stattdessen spielt die Premjer-Liha von Mitte Juli bis Anfang Dezember und verabschiedet sich dann witterungsbedingt in eine dreimonatige Winterpause, um erst Ende Februar den Ligabetrieb wieder aufzunehmen. Was dazu führt, dass die Begegnung mit den Adlern das erste Pflichtspiel überhaupt für die Männer in Orange und Schwarz in diesem Jahr sein wird. 

Fernreisen

Für die Frankfurter Europa-Reisegruppe geht es also auch 2019 mit einem exotischen Reiseziel weiter. Bereits in der UEFA Europa League-Spielzeit 2013/14 hatten die Adlerträger und ihre Fans einige Flugkilometer hinter sich zu bringen. Zum Glück sind die Hessen ein reisefreudiges Volk, sodass sich die Mannschaft in allen Winkeln Europas der Unterstützung ihrer Fans sicher sein kann. Egal ob Aserbaidschan, Israel, Zypern oder Portugal - die Anhänger der SGE sorgten 2013/14 überall für Heimspielatmosphäre. Nachdem es 2018 mit rund 6.000 Fans im Gepäck abermals nach Zypern ging, heißt das Reiseziel diesmal also Ukraine. Und auch dort werden trotz zu erwartender Temperaturen von bis zu minus 15 Grad in Charkiw wieder geschätzte 2.000 Gästefans unter Beweis stellen, dass Frankfurt und Europa einfach zusammengehören. 

Zum Spiel

Anstoß: Donnerstag, 14. Februar, 21 Uhr, Zwischenrunde
Stadion: Metalist-Stadion, Charkiw

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